RE-DESIGNING TH EAST

Politisches Design in Asien und Europa

RUNDGANG MIT DEN KURATORINNEN UND KÜNSTLERINNEN
KONFERENZ

25 + 26 September 2010
Sprache: Englisch

PROGRAMM

conf_de.pdf

Programm

90 K

SAMSTAG, 25. SEPTEMBER 2010

13 Uhr
Ausstellungsrundgang mit den KuratorInnen und KünstlerInnen

15 Uhr
Sethu Das, Kerala
9 Wege um Design & People zu verstehen
Design & People (2003 von Sethu Das in Kerala gegründet) ist ein nicht-kommerziell arbeitender Zusammenschluss aus DesignerInnen und ArchitektInnen, die sich der Kommunikation sozialer, humanitärer, ökologischer und aktivistischer Projekte widmen. Mahatma Gandhis Idee des Swaraj (zu Deutsch: Selbsbestimmung) aufgreifend, steht Design & People zudem für eine offene Design- und Wissensproduktion.

16 Uhr
Maks Bochenek, Danzig
Das Solidarnosc-Logo
Das Solidarnosc-Logo wurde 1980 von dem Designer Jerzy Janiszewski in einer spontanen Reaktion auf die Situation der polnischen Arbeiter und ihren Einsatz im Kampf gegen das kommunistische System entworfen. Seit seiner ersten Verbreitung in polnischen Städten sind dreißig Jahre vergangen. Der Vortrag möchte den Einfluss aufzeigen, den die dynamischen politischen, ökonomischen und rechtlichen Entwicklungen in Polen auf Gebrauch und Wahrnehmung des Solidarność-Logos genommen haben, das vom Symbol einer vereinten Gesellschaft zu einem Markenzeichen wurde.

17:30 Uhr
Tomas Pospiszyl, Prag
Joska Skalník. Tschechoslowakischer Designer und Dissident
Der Vortrag fokussiert die Arbeit des dissidenten Grafikdesigners Joska Skalník, der in den 1980er Jahren in der ehemaligen CSSR unter anderem für die unabhängige Underground-Organisation Jazz Section arbeitete. Während der sogenannten „Samtenen Revolution“ avancierte er zum Anführer dieser Bewegung und wurde schließlich offizieller Berater des 1989 gewählten Präsidenten Václav Havel. Seit den 1990er Jahren erhärtet sich der Verdacht, Skalník habe zugleich für dem Geheimdienst der CSSR gearbeitet: ein Vorwurf, den Skalník bis heute weder bestätigte noch dementierte.

18:30 Uhr
Nathalie Boseul SHIN, Seoul
Verschwörung durch …
(Nationale Sicherheit / Die Entstehung des Wohlstands / Gemeinsame
Interessen)

Seit der Wahl Lee Myung-baks zum Präsidenten Südkoreas (2008) hat sich das Verhältnis des Landes zu Nordkorea deutlich abgekühlt. Die neu erwachte Rhetorik des „Kalten Krieges“ geht Hand in Hand mit wachsenden Repressionen gegen linke Positionen. Zugleich spitzen sich die Auswüchse eines ungehemmten Turbo-Kapitalismus in Mega-Unternehmungen der urbanen und landschaftlichen Umgestaltung zu. Natalie Boseul-Shin stellt die kollaborativen Aktivitäten und Designpraktiken der Designgruppe Activism of Graphic Imagination (A.G.I.) und des Künstlers Noh Suntag vor, die sich gegen die aktuellen Politiken der Regierung richten. Sie vergleicht deren Positionen mit jenen, die derzeit in Seoul die Stadt als „Hauptstadt des Designs“ feiern.

SONNTAG, 26. SEPTEMBER 2010

11 Uhr
Pracha Suveeranont, Bangkok
Die beschädigte Marke Thailand. Ein Fall von politischem Design in
einem zerrütteten Paradies

In Thailand vollzieht sich derzeit ein historischer Wandel. Zum ersten Mal nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs findet eine größere Machtverschiebung statt, die mit dem fortgeschrittenen Alter des halbgöttlichen Königs zusammenhängt. Unter Berufung auf die Demokratie kämpfen unterschiedlichste Gruppen um die Erweiterung ihrer Macht: ein Kampf, der nicht unwesentlich auf visueller Ebene ausgetragen wird. Der thailändische Designer Pracha Suveeranont stellt seine grafischen Arbeiten vor, die sich mit der zugespitzten politischen Situation in Thailand auseinandersetzen, darunter eine Kampagne von 2007, die zum Wahlboykott gegen eine durch das Militär konzipierte neue Verfassung aufrief.
 
12 Uhr
Nikolett Eross, János Sugár, Budapest
Denkmal der namenlosen Masse
Nikolett Eross und János Sugár untersuchen die Frage nach der visuellen Repräsentation von politischen Umbrüchen, konkret der ungarischen Revolution von 1956. Dabei beziehen sie sich auf das Denkmal-Konzept des 1958 hingerichteten kommunistischen Freiheitskämpfers István Angyal, das nie realisiert wurde. Angyal schlug vor, der „namenlosen Meute“ einen großen Pflasterstein zu widmen

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