Ausstellungen 2017

JANUAR 2017

Bis zum 15. Januar 2017
INES DOUJAK. NOT DRESSED FOR CONQUERING
(Zum Erobern falsch gekleidet)

Vom 15. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017 nimmt der Württembergische Kunstverein im Rahmen der Ausstellung Ines Doujak. Not Dressed For Conquering (Zum Erobern falsch gekleidet) die Gestalt eines Fashion Stores an. In sieben unterschiedlich gestalteten Pop-Up Stores präsentiert Doujak ihre ausgefallenen Modekollektionen, deren Stoffe, Schnitte, Kleider und Accessoires von den Beziehungen zwischen Textilien, Mode, Kolonialismus und globalisierten Produktionsverhältnissen handeln.
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FEBRUAR 2017 - MAI 2017

25. Februar - 7. Mai 2017
POST-PEACE

Künstler_innen
Lawrence Abu Hamdan, A.S.I. group (Ehsan Fardjadniya, Edyta Jarzab), Sven Augustijnen, Ella de Búrca, Anna Dasovic, Köken Ergun, Johan Johan Grimonprez, Alevtina Kakhidze, Yazan Khalili, Jaha Koo, Lyubov Matyunina, Adrian Melis, Pinar Ögrenci, Dorian de Rijk, belit sag, Aleksei Taruts, Anika Schwarzlose, Radek Szlaga, Anastasiya Yarovenko 
Kuratorin
Katia Krupennikova (Amsterdam)

Die Ausstellung Post-Peace, die Werke von rund zwanzig Künstler_innen aus unterschiedlichen Kulturkreisen umfasst, geht den heutigen Erscheinungsformen von und Beziehungen zwischen Krieg und Frieden nach. Wie viel Krieg steckt in unserem Frieden? – so die zentrale Frage.
Die Ausstellung schlägt vor, unsere gegenwärtige Situation, in welcher der „Frieden“ des globalen Kapitalismus durch kontinuierliche Gewalt und Kriege teuer erkauft wird, mit dem Begriff des Post-Peace, der „Nachfriedenszeit“ zu fassen. Dabei spannt Post-Peace einen historischen Bogen, der vom Zweiten Weltkrieg bis Heute reicht. Vor dem Hintergrund, dass die Geschichte bekanntlich immer von den Siegern geschrieben wird, geht es um einen kritischen Blick auf unsere Erinnerungskulturen und um eine Neubestimmung der historischen Diskurse. In Videoarbeiten, Fotografien, Installationen und Performances beschäftigen sich die Künstler_innen mit dem Kolonialismus und Faschismus in Europa, dem Holocaust oder dem so genannten Nahostkonflikt. Die Auswirkungen von 9/11 sind ebenso Gegenstand ihrer Auseinandersetzungen wie der Zynismus des globalen Waffenhandels, die gegenwärtigen Formen von Nationalismus und Militarismus, die Konflikte um die Ukraine oder Kurd_innen.
Post-Peace wurde 2016 im Rahmen eines durch das türkische Kreditinstitut Akbank ausgelobten Kurator_innen-Preis ursprünglich für Istanbul produziert, jedoch kurz vor der Eröffnung zensiert und abgesagt. In Stuttgart ist die Ausstellung nun erstmals und in erweiterter Form zu sehen.

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Juni 2017 - AUGUST 2017

27. Mai 2017 - 6. August 2017
TITOS BUNKER
Ein Gemeinschaftsprojekt des Württembergischen Kunstvereins und der Association Biennial of Contemporary Art Sarajevo, Bosnien-Herzegowina

Von 1953 bis 1979 ließ der damalige Staatschef Jugoslawiens, Josip Broz Tito, unter strengster Geheimhaltung in der ca. 40 km von Sarajevo entfernten (heute in Bosnien-Herzegowina liegenden) Gemeinde Konjic einen gigantischen – und zumindest theoretisch atomwaffensicheren – Bunker bauen. In diesem 300 Meter tief in einen Berg getriebenen Bunker sollten im Falle eines Atomkrieges 350 auserwählte Vertreter der politischen und militärischen Elite des Landes überleben – darunter eine einzige Frau: Titos Gattin Jovanka B. Broz. Erst in den 1990er-Jahren wurde das Bunkerprojekt öffentlich bekannt.
2011 haben die beiden Künstler_innen Edo und Sandra Hozic eine Biennale ins Leben gerufen, deren Ziel die Etablierung eines Museums für zeitgenössische Kunst in diesem Bunker ist. Hans D. Christ und Iris Dressler wurden als Kurator_innen der vierten Ausgabe der Biennale eingeladen. Ihre Idee ist es, ein Projekt über Titos Bunker – als konkreter Ort und als Metapher – an zwei Schauplätzen zu entwickeln: zum einen im Bunker, dem Ort des Geschehens selbst, und zum anderen, weit entfernt davon, im Württembergischen Kunstverein. Ziel dabei ist es, die Auseinandersetzung mit einem historisch wie gegenwärtig äußerst komplexen und aufgeladenen Ort zugleich aus nächster Nähe und aus der Distanz heraus zu führen.

AUGUST 2017 - SEPTEMBER 2017

25. August 2017 - 24. September 2017
Zeit, Krise, Revolte
Ausstellung der Künstlermitglieder

Rund die Hälfte aller Mitglieder des Württembergischen Kunstvereins praktiziert selbst Kunst – und das auf höchst unterschiedliche Weise, mit ebenso unterschiedlichen Ansätzen wie Formaten. Ihnen ist im regelmäßigen Turnus eine Ausstellung gewidmet, für die der künstlerische Beirat jeweils ein bestimmtes Thema festlegt und an der alle interessierten Künstlermitglieder teilnehmen können. 2017 lautet das Thema „Zeit, Revolte, Krise“. Im Vordergrund steht dabei die Frage, mit welchen Methoden sich die Kunst historischen, revolutionären und krisenhaften Szenarien annähern und diese auf eine Zukunft hin neuinterpretieren kann. In welcher Form und mit welchen Praktiken vermag die Kunst es, Zeit als historische Konfiguration, Revolten im Sinne radikaler Umbrüche und Krisen als einen Zustand des Zweifelns an den Dingen, wie sie sind, zu reflektieren.

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