Jour Fixe der Mitglieder

Jeden letzten Mittwoch im Monat, 19 Uhr

Der Jour Fixe der Mitglieder des Württembergischen Kunstvereins, der an jedem letzten Mittwoch eines Monats stattfindet, versteht sich als ein offenes Forum, das unterschiedlichste Themen und Anliegen aufgreift. Laufende und kommende Ausstellungen werden hier ebenso besprochen, wie aktuelle Belange des Kunstvereins oder seine Arbeit hinter den Kulissen des öffentlichen Betriebs. Auch allgemeine Fragen zu Kunst, Kulturpolitik, Gesellschaft etc. sind Gegenstand der Diskussion. Die Mitglieder sind dabei ausdrücklich eingeladen, Themen vorzuschlagen bzw. eigene Ideen, Fragen oder Projekte vorzustellen. So geben beispielsweise Künstlermitglieder regelmäßig Einblicke in ihre Arbeitsweisen. 

Möchten Sie selbst ein Thema vorschlagen und/oder vorstellen? Dann melden Sie sich bitte unter inforemove-this@remove-thiswkv-stuttgart.de (Betreff: Mitglieder Jour Fixe).

Mittwoch, 30. November 2011, 19 Uhr

WKV Backstage: Neuigkeiten ab 2012
Mit Hans D. Christ und Iris Dressler

Im Rahmen des letzten Mitglieder-Jour-Fixes des Jahres 2011, der am Mittwoch, den 30. November um 19 Uhr stattfindet, blicken wir in die Zukunft des Württembergischen Kunstvereins. Schwerpunkt ist dabei die ab 2012 geltende neue Raumsituation im Kunstgebäude und deren vielfältige Möglichkeiten einer offenen und partizipativen Nutzung. Zudem stellen wir das Programm 2012 vor. Dabei soll es auch um die Themen des monatlichen Jour Fixe 2012 gehen. Hierbei freuen wir uns auf Ihre Vorschläge und Ideen.

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Neue Raumsituation ab 2012:
 
Hintergründe
Das 1913 für den Kunstverein errichtet Kunstgebäude besteht heute aus zwei Komplexen: dem nach 1945 wieder aufgebauten Altbau mit seinem Kuppelsaal und den darum gruppierten Galerieräumen sowie einem 1961 hinzugekommen Neubau, dem sogenannten Vierecksaal. Verbunden werden beide Gebäudeteile durch einen weitläufigen Glastrakt.
Bis 2005 war im Kunstgebäude auch die Städtische Galerie (heute Kunstmuseum Stuttgart) beheimatet. Seit deren Auszug führt das Land Baden-Württemberg, Eigentümerin des Gebäudes, hier parallel zum Programm des Kunstvereins eigene Ausstellungen durch.
Bislang fanden diese in der gesamten Längsachse von Alt- und Neubau statt. Für den Kunstverein bedeutete dies, regelmäßig auf die Galerieräume des Altbaus auszuweichen, den Eingang mal vom Schlossplatz und mal vom Glastrakt her zu organisieren und nur sechs Monate im Jahr über einen Veranstaltungsraum zu verfügen. Eine auf Dauer untragbare Situation, wie sich herausstellte. Gemeinsam mit dem Land wurde deshalb nach einer neuen Lösung gesucht, die sowohl dem Kunstverein als auch den Landesausstellungen einen festen Ort im Kunstgebäude sichert. Erfreulicher Weise konnte diese Lösung gefunden werden.

2012 ++
Konkret heißt das, dass der Kunstverein ab 2012 permanent den Vierecksaal – mit seinen besonderen, ebenso großzügigen wie flexiblen Möglichkeiten der Präsentation von Kunst –sowie den Glastrakt bespielt. Der neue Haupteingang liegt ab dann auf der Seite der Stauffenbergstraße des Glastrakts. Dieser hat sich mit seinen rund 280 qm, seiner Transparenz und Aufenthaltsqualität bereits in der Vergangenheit als ein idealer Ort erwiesen, an dem sich Eingang, Foyer, Archiv, Veranstaltungsraum, Kino, Bühne, Workshops, Foren und vieles mehr zu einem offenen und lebendigen Zentrum verbinden lassen. In seiner Funktion als „Hub“ zwischen dem Kunstverein und der Öffentlichkeit, zwischen Erfahrungs- und Handlungsraum, Kunst- und Wissensproduktion kann und soll er in Zukunft verstetigt werden

Vergangene Termine

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 19 Uhr

Führung und Diskussion zur Ausstellung
Teresa Burga. Berichte. Diagramme. Intervalle

Mit Iris Dressler
 
2009 hat der Württembergische Kunstverein mit der umfangreichen Ausstellung Subversive Praktiken Einblicke in widerständige Kunstformen gegeben, die sich von den 1960er bis 1980er Jahren unter Bedingungen von Diktaturen in Lateinamerika und (Ost)Europa etablierten. In diesem Rahmen stellten die beiden jungen Kuratoren Miguel Lopez und Emilio Tarazona eine Reihe von KünstlerInnen aus Peru vor, darunter auch die 1935 geborene Künstlerin Teresa Burga. Ihr widmeten sie 2010 in Lima überdies eine große Retrospektive, die ab Oktober in Auszügen im Kunstverein zu sehen ist. Burga, die in diesem Jahr auch auf der Istanbul Biennale vertreten ist, hat im Bereich von Pop Art, Konzeptkunst, Installation, und audio-visueller Kunst gearbeitet und sich dabei insbesondere mit den Konstruktionen von Weiblichkeit beschäftigt.

Mittwoch, 28. September 2011, 19 Uhr

Werkpräsentation der Stuttgarter Künstlerin Doris Graf

Die Faszination für Piktogramme und das Bedürfnis, Piktogramme in meiner Arbeit zu verwenden, erwachte schon vor einigen Jahren. Genauer gesagt, seit meinem letzten Studienjahr 1995 benutze und erfinde ich piktographische Zeichen. Der erste Kontakt mit Piktogrammen kam damals zustande während einer Beschäftigung mit Kartographie. Damals transformierte ich Wirtschaftskarten zu Landschaften, abgebildet waren darauf die Symbole der organischen und anorganischen Produktion. In der aktuellen Werkserie <homo nudus atque apertus> kartografiere ich mittlerweile Menschen.
Ich verwende Piktogramme nicht wie Matt Mullican, Lars Arrhenius oder Otto Neurath und einige andere, sondern fühle mich einem Künstler wie Gerd Arntz sehr verbunden. Er arbeitet ebenso wie ich mit gesellschaftskritischem Bezug, nur in einem anderen Kontext. Seit einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem globalen Phänomen des Sammelns, Speicherns und Verwertens von personen-bezogenen Daten. Werke wie <Pikträt>, <Deutschland-Wirtschaft>, die Werkserien <HOME> und, wie oben schon erwähnt <homo nudus atque apertus> resultierten daraus. Hinzu kam noch das Interesse an einem Dialog mit dem Kunstrezipienten, was sich bei <Pikträt> zwangsläufig ergab, und in <homo nudus atque apertus> eine Fortsetzung fand. Zu all den einzelnen Werkserien gibt es noch so viel zu berichten, was ich gerne im Rahmen des Jour Fixes, der am Mittwoch, den 28.09.2011, um 19 Uhr, stattfindet, tun werde.  (Doris Graf)

Mittwoch, 31. August 2011, 19 Uhr

© Christina Baroso

Themenabend zur Ausstellung der Künstlermitglieder: Urbanes Leben

Der Jour Fixe im August 2011 ist der aktuellen Ausstellung der Künstlermitglieder, Urbanes Leben, gewidmet. Die Ausstellung zeigt rund 200 Werke, die sich auf verschiedenste Weise mit den Realitäten, Wahrnehmungsweisen, Konflikten und Möglichkeitsräumen der Stadt auseinandersetzen.

Mittwoch, 27. Juli 2011, 19 Uhr

Tomas Bergfelder und Marcel Wehn:
Präsentation eines geplanten Filmprojekts über den WKV und seine Künstlermitglieder.

Tomas Bergfeld und Marcel Wehn stellen ihr geplantes Filmprojekt vor, das sich der Geschichte und Gegenwart des Württembergischen Kunstvereins sowie seinen Künstlermitgliedern widmet. Dabei möchten sie auch eine Auswahl von Künstlermitgliedern unterschiedlicher Bereiche (Architektur, Bildende Kunst, Film, Design etc.) und Generationen porträtieren, die auf der Basis verschiedenster Methoden und Medien arbeiten. Die Präsentation soll einen ersten Einblick in das Vorhaben geben und richtet sich zugleich an Künstlermitglieder, die Interesse haben, an dem Projekt mitzuwirken. 

Mittwoch, 29. Juni 2011, 19 Uhr

Silke Albrecht

WKV Backstage
Einblicke in die Arbeitsfelder des WKV: Organisation, Finanzierung, Atelierhaus

Mit Silke Albrecht, Geschäftsführerin des WKV

In einer losen Folge möchten wir das Jour-Fixe der Mitglieder dazu nutzen, Einblicke in die Arbeitsstrukturen des Kunstvereins zu geben: also in jene Bereiche, die jenseits des öffentlichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms liegen. Den Anfang macht Silke Albrecht, die seit Januar als neue Geschäftsführerin für den Kunstverein tätig ist. Sie wird einen kurzen Überblick über Fragen der Planung, Organisation und Finanzierung geben sowie das Atelierhaus des Kunstvereins vorstellen.

Mittwoch, 25. Mai 2011, 19 Uhr

Rundgang zur Ausstellung
Rabih Mroué. Ich, der Unterzeichnende Das Volk fordert
Mit Iris Dressler

Das Jour-Fixe der Mitglieder am Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 19 Uhr, widmet sich der aktuellen Ausstellung "Das Volk fordert" von Rabih Mroué. Nach einer Einführung in die Hintergründe des Ausstellungsprojektes nähern wir uns gemeinsam den verschiedenen Werken des libanesischen Künstlers (Installationen, Text- und Videoarbeiten), die um die anhaltenden Konflikte im Libanon bzw. so genannten Nahen Osten kreisen. Die politischen und kulturellen Kontexte dieser Konflikte werden von Mroué ebenso beleuchtet wie allgemeine Fragen nach der Konstruktion von Identität, Geschichte und Erinnerung. Überdies geht es im Rahmen des Rundgangs auch um die räumliche Inszenierung des Projektes. 

Mittwoch, 27. April 2011, 19:00 Uh

Katrin Ströbel, aus der Reihe "Lagos Drawings", 2008

Werkpräsentation der Stuttgarter Künstlerin Katrin Ströbel
www.katrin-stroebel.de

Achtung: Ausnahmsweise Dienstag, 22. Februar 2011, 19 Uhr

Führung durch die Ausstellung Michaël Borremans. Eating the Beard

Das Jour-Fixe der Mitglieder des Württembergischen Kunstvereins findet im Februar 2011 ausnahmsweise an einem Dienstag, den 22. Februar um 19 Uhr statt. An diesem Abend führen Hans D. Christ und Iris Dressler durch die Einzelausstellung des belgischen Künstlers Michaël Borremans, die rund hundert Werke (Malerei, Zeichnung, Film) des Künstlers zeigt.
Der Termin musste aufgrund einer Veranstaltung verschobene werden, die am letzten Mittwoch des Februars, am 23. Februar 2011, im Kunstverein stattfindet: Die Aufführung von Helmut Lachemans Stück Got Lost, für das Borremans die Kostüme entwarf. 

Mittwoch, 30. März 2011, 19 Uhr

Aufgrund der großen Nachfrage, widmen wir den Jour-Fixe der Mitglieder am Mittwoch, den 30. März 2011, noch einmal Michaël Borremans und laden zu einer Führung durch die Ausstellung ein.

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