Elin Doka, Beanbag Bastard, 2011
Andreas Bär, o.T. (Motorradportraits), 2005-2013
Heike Aschaber, Der Chef, 2012
Gudrun Freder, Fathi Lakouass, o. J.
Susa Reinhardt, Sabrina's clique, 2003
Petry Seidel, Vom Wesen und Unwesen, 2013
Menja Stevenson, Aufsichten, 2012
Oliver Christian Wetterauer, ohne Titel, 2013
Andreas Böhm, Vielen Dank (Spiegelung), 2013
Wolfgang Gescheidle, Kafeekannenwärmer, 1990/2008
Norbert Nolte, Davor / Dahinter, 2013

Das Antlitz!

Ausstellung der Künstlermitglieder des
Württembergischen Kunstvereins 2013


EINFÜHRUNG

Rund die Hälfte aller Mitglieder des Württembergischen Kunstvereins sind KünstlerInnen. Vor diesem Hintergrund richtet der Kunstverein regelmäßig eine Ausstellung der Künstlermitglieder aus. Mit über 300 TeilnehmerInnen bietet sie einen umfassenden Einblick in das künstlerische Schaffen der Mitglieder. Das Thema der diesjährigen Ausstellung ist das menschliche Gesicht, das Antlitz.

Das Antlitz ist der Teil des Körpers, an dessen Oberfläche sich alles ablädt, was uns als Andere von Anderen getrennt erkennbar macht und uns zugleich mit diesen Anderen verbindet. Erst in dem Moment, in dem uns der Blick, der Gesichtsausdruck, die sprachliche Reaktion »entgegenblicken«, erkennen wir uns in Beziehung und in Differenz zum Anderen.

Von diesem Grundmotiv ausgehend, beschäftigt sich die Ausstellung Das Antlitz! mit künstlerischen Werken, die sich explizit mit der »Visage« als der äußerlichen
Erscheinung des Gesichts, dem Portrait als Spiegel des Selbst, dem Profil im Sinne gesellschaftlicher Kodierung oder dem Klischee als Stereotyp vom Gleichen unter Gleicheren auseinandersetzen. Es geht folglich um die unterschiedlichen Abbildformen von Portraits, die Relation, wie diese privat und öffentlich wirken, und wie in diesen Abbildern sichtbar wird, dass sich das Selbst erst im Blick des Anderen herstellt.

Mit Abbildern sind hier auch Substitute bzw. stellvertretende Zeichen gemeint, die das konkrete Portrait einer spezifischen Person durch andere Formen der »Selbstbeschreibung« ersetzen. Diese Formen können zum Beispiel das Tagebuch, Formen der seriellen Wiederholung, die sich mit Handlungen des Alltags überlagern und mit Selbst bzw. Fremdbeschreibungen verbunden sind, oder auch Avatare, die man von sich und anderen als grafische, meist in der virtuellen Sphäre des Internets auftretende Stellvertreter entwirft, sein. Immer aber führen die Kunstwerke zurück zu den oben skizzierten Beschreibungen des modernen Subjekts, wie es sich in Anderen, in dem oder den Entgegenblickenden spiegelt.

Idee und Konzeption
Hans D. Christ, Iris Dressler, Gabriela Oberkofler, Carolin Jörg, Steffen Schlichter, Katrin Ströbel, Kestutis Svirnelis und die TeilnehmerInnen des Jour fixe vom 27. Februar 2013

Pressetermin
Freitag, 16. August 2013, um 11 Uhr

Eröffnung
Freitag, 16. August 2013, um 19 Uhr

Weitere Veranstaltungen
im Rahmen der Ausstellung
werden in Kürze bekannt gegeben

Gefördert durch
Kulturamt der Stadt Stuttgart
Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst des
Landes Baden-Württemberg

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D-70173 Stuttgart
Fon: +49 (0)711 - 22 33 70
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