Künstler_innen in Zeiten politischer Transformation

Oleksiy Radynski (Kiew, Ukraine)
Vortrag (Sprache: Englisch)
Initiiert und mit einer Einführung von Anke Hoffmann
Dienstag, 6. Mai 2014, 19 Uhr

Eine Veranstaltung im Rahmen von Politik der Form
Sonderförderung: Innovationspreis Baden-Württemberg

Seit Monaten verfolgen wir, wie in Kiew und der Ukraine Menschen um Selbstbestimmung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt kämpfen. In der gemeinsamen Allianz auf dem Maidan solidarisierten sich die Menschen gegen einen gemeinsamen Feind. Ihre Differenzen und politischen Unterschiede waren zunächst Nebensache, heute bestimmen sie das Tagesgeschehen. Die Bevölkerung des Landes ist zerrissen zwischen geopolitischen Machtinteressen. Wie kann die Ukraine aus den Transformationserfahrungen Mittel- und Osteuropas lernen und wird man sie lassen?

Oleksiy Radynski, Filmemacher, Künstler und Aktivist dokumentiert die Entwicklungen auf dem Maidan mit seiner Kamera, ein work-in-progress. Als Beteiligter liefert er seine eigenen Perspektiven und Erfahrungen, die die täglichen Medienberichte erweitern und zuweilen widersprechen. Seine filmische Arbeit wirft auch Fragen darauf, was die Rolle von Künstler_innen in Zeiten revolutionärer Aufstände sein kann, wenn es bis heute nicht einfach ist, zu wissen, wer wofür steht? Welches kann die Rolle von Künstler_innen sein, eine engagierte, eine neutrale oder auch eine hilflos-überforderte? Wie begegnet man dieser Herausforderung?

Oleksiy Radynski (*1984, Kiew) ist Mitglied des Visual Culture Research Center, eine Initiative für Kunst, Wissensproduktion und Politik sowie Redakteur des Magazine Krytika Politika. Seine Filme wurden u.a. gezeigt auf der 7. Berlin-Biennale, 1. Tbilisi Triennale und dem CCA Zamek Ujazdowski. Er war zuletzt eingeladen zu einem Gesprächsaustausch im New Museum, NYC und ist gegenwärtig nach Beirut, Budapest und nach Stuttgart eingeladen.
 

 

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