Im Ausschluss der Öffentlichkeit

Workshop mit Marina Naprushkina

Teil 1
11. Januar 2014, 13–18:30 Uhr (WKV Stuttgart)
Teil 2
17.- 18. Januar 2014 (Berlin)
Anmeldung unter: Fon: 0711 22 33 711; dressler@wkv-stuttgart.de

Der Workshop
Der zweiteilige Workshop "Im Ausschluss der Öffentlichkeit" widmet sich dem Thema der Flüchtlingspolitik in Deutschland und der EU.

Im ersten Teil werden Themen wie Gerichtsverhandlungen um Asylrecht am Beispiel von Gerichtzeichnungen diskutiert. Wie funktioniert das Deutsche Justizsystem, wie wird die Diskrepanz zwischen den Interessen der Wirtschaft und denen der Migration (Menschen gegen Märkte) staatlich geregelt? Weiter wird es um das Thema der Unterkünfte gehen und die mangelnde Transparenz der Sozialpolitik des Staates.
Alternative Formen der Selbstorganisation werden vorgestellt und diskutiert. Im Sommer 2013 hat Marina Naprushkina eine Initiative in einem der Berliner Asylheime gestartet. Sie wird über die bisherigen Erfahrungen reden und sieht dieses Projekt als Keimzelle für weitere Initiativen im Land.

Der zweite praktische Teil des Workshops wird vor diesem Hintergrund in Berlin stattfinden. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, zwei Tage die Arbeit einer bestehenden Initiative in Berlin kennenzulernen um eigene Erfahrung zu machen.
 
Hintergründe
2007 gründete Marina Naprushkina The Office for Anti-Propaganda. Das Büro umfasst ein Videoarchiv sowie Text- und Bildmaterial über politische Propaganda. Im Schwerpunkt befasst es sich mit Belarus und untersucht den Einfluss staatlicher Autorität auf die Gesellschaft. Das Büro organisiert politische Aktionen und produziert Zeitungen, die in Belarus und weltweit distribuiert werden.
In der Ausstellung Der Ungeduld der Freiheit Gestalt zu geben (5.10.2013-12.1.2014, WKV Stuttgart) stellt Naprushkina das Office for Anti-Propaganda sowie ihr neuestes partizipatives Projekt vor, das sie mit Unterstützung des Württembergischen Kunstvereins im September 2013 begann. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht ein AsylbewerberInnenheim in Berlin Moabit, das neu bezogen wurde und in dem ein Raum geschaffen werden soll, der MigrantInnen, AsylbewerberInnen und die umliegend wohnende Bevölkerung zusammenführt, um voneinander unter Anleitung zu lernen. Dies soll ohne Hierarchien, ohne staatliche Stellen, ohne SozialarbeiterInnen und unter Umgehung des kapitalistischen Prinzips „Ware gegen Geld“ vonstattengehen.

Eine Veranstaltung im Rahmen von Politik der Form
Sonderförderung: Innovationspreis Baden-Württemberg
 

Info

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