Der Württembergische Kunstverein, der seit 2012 im modernen Gebäudekomplex, dem Glastrakt und Vierecksaal des Stuttgarter Kunstgebäudes beheimatet ist, hat einen neuen Projektraum eröffnet, der sich zwischen Glastrakt und Durchgang zum Altbau befindet. Dieser Durchgang ist bis 2016 durch eine Wand versperrt, denn bis dahin bezieht der Landtag, dessen eigentliches Domizil saniert wird, den Altbau.

Für diesen neu definierten Raum wurde die Projektreihe Querungen konzipiert, die sich im Schwerpunkt als ein gemeinsam zu gestaltender kritischer Resonanzraum des Kunstvereins und der verschiedenen lokalen/regionalen AkteurInnen der zeitgenössischen Kunst versteht.

Es geht um Prozesse der gegenseitigen Sichtung, Bewertung und Neubewertung in immer anderen, sich wiederholenden und verschiebenden Konstellationen; um Verlagerungen und Querverweise sowie De- und Rekontextualisierungen zwischen den unterschiedlichen Szenen, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen. Entstehen soll so ein multiperspektivischer und polyphoner Raum, ein Labor, Arbeitsraum und „Hub“, der interne und externe, lokale und globale Setzungen künstlerischer wie kuratorischer Art in Beziehung zueinander setzt.
 
Unter dem Projekttitel Querungen ist eine offene Abfolge performativer Ausstellungen geplant, die Präsentation, Diskurs und Handlung miteinander verbinden, und die parallel zu den Ausstellungen und Veranstaltungen im Vierecksaal und Glastrakt stattfinden. Beziehungen und Überlagerungen zwischen den verschiedenen Programmen sind dabei ebenso angedacht wie voneinander losgelöste Projekte.
 
Querungen soll einen Raum sowohl für die Auseinandersetzung mit einzelnen Arbeiten oder Werkkomplexen als auch mit Konstellationen unterschiedlicher künstlerischer Artikulationen schaffen. Berücksichtig werden sollen dabei gleichermaßen aktuelle wie historische, lokale wie internationale Positionen im Hinblick auf ihre faktischen oder möglichen Schnittmengen.

Zu den ersten Akteuren, die in den kommenden Wochen im Rahmen von Querungen in verschiedenen Konstellationen aufeinandertreffen werden, zählen die neue Plattform für Zeichnung, Linienscharen, sowie die Akademie Schloss Solitude, der Projektraum Lotte sowie Studierende der Staatlichen Akademie der bildenden Künste und der Merz-Akademie. Den Auftakt macht vom 24. April bis 19. Mai 2013 die Ausstellung ALLE FEAT. Arrangierte Ehen der Linienscharen.

PROGRAMM
April bis August


ALLE FEAT. Arrangierte Ehen
24. April–19. Mai 2013
Ein Projekt von Linienscharen
www.wkv-stuttgart.de/programm/2013/ausstellungen/alle-feat
linienscharen.katrin-stroebel.de
 
Autopoiesis
25. Mai–16. Juni 2013
Florian Clewe, Juliane Engel, Sabine Fessler, Leon Filter, Paula Kohlmann, Anna-Maria Paschetto, Domènec Sanz Janssen, Erik Sturm
Ein Gemeinschaftsprojekt von Projektraum LOTTE und Württembergischer Kunstverein
Kuratorin: Didem Yazici

[auf]zeichnen. Eine Recherche
22. Juni–14. Juli 2013
Ein Gemeinschaftsprojekt von Linienscharen und Württembergischer Kunstverein
           
Linienscharen. Konferenz zur zeitgenössischen Zeichnung
22.–23. Juni 2013
Ein Gemeinschaftsprojekt von Linienscharen und Württembergischer Kunstverein
 
Chronicles of Work. What’s Work Worth?
Workshop, Vortrag und Filmnacht
11. Mai 2013, 14–17 Uhr: Bill Dietz / Gavin Steingo
8. Juni 2013, 14–17 Uhr: Marcell Mars / Trebor Scholz
14. Juni: Filmnacht
Ein Gemeinschaftsprojekt von Akademie Schloss Solitude und Württembergischer Kunstverein

Casual Friday
Ausstellung
19. Juli–18. August 2013
Ein Gemeinschaftsprojekt von Akademie Schloss Solitude / Chronicles of Work, Württembergischer Kunstverein und Punch & Judy

Hunting. Ein Projekt von / A project by JAK
5. Oktober – 17. November 2013

Artic. Texte aus der fröhlichen Wissenschaft
24. November 2013 – 5. Januar 2014
Eröffnung: Samstag, den 23. November 2013, 19 Uhr

 

 

 

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