Abb.: [1] New Narratives, Kunstgebäude Stuttgart, graphic design: Levin Stadler; [2] Rheim Alkadhi, Köln Phantasm, Stuttgart 2016, photo: Akademie Schloss Solitude; [3] Peter Licht, photo: Peter Licht; [4] Mohammad Abu Hajar, photo: Enrico Incerti; [5] Global Ultra Luxury Faction (G.U.L.F.), Ultra Luxury Art. Ultra Low Wages, New York 2016, photo: G.U.L.F.

New Narratives: ÖKONOMIEN ANDERS DENKEN

Ein Gipfeltreffen zwischen Kunst, Theorie, Politik + Zivilgesellschaft
30. März – 2. April 2017

Ort
Kunstgebäude Stuttgart, Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart
www.kunstgebaeude.org
Video Archiv mit allen Beiträgen
Flyer/Programm

Beiträge von
Nabil Ahmed, Rheim Alkadhi, John Barker, Keti Chukhrov, Katja Diefenbach, Denise Ferreira da Silva, Gulf Labor Coalition / MTL Collective, Mohammad Abu Hajar, Srecko Horvat, Schorsch Kamerun, Hilary Koob-Sassen, PeterLicht, Neue Dringlichkeit, Boris Ondreicka, Elizabeth A. Povinelli, Dan Perjovschi, David Quigley, Simon Sheikh, Shuddhabrata Sengupta, Tools for Action, Enrique Matías Viale, We cannot build what we cannot first imagine, und andere

Moderation
Peter Haury, Florian Malzacher, Katrin Mundt

Sprache
Deutsch, Englisch (Simultanübersetzung)

Kurzinfo
Auf der Basis eines breiten Netzwerks aus lokalen Kulturinstitutionen, mit großer Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ist in Stuttgart die Etablierung eines neuen, jährlich stattfindenden „Gipfeltreffens“ geplant, das sich mit zentralen gesellschaftspolitischen Konfliktlinien auseinandersetzt und diese zwischen bildenden und darstellenden Künsten, Theorie und Aktivismus verhandelt. Die Perspektive ist dabei ausdrücklich eine globale.

Das erste Gipfeltreffen beschäftigt sich mit alternativen Ansätzen zum neoliberalen, auf Algorithmen, Schulden und dem Mythos eines unerschöpflichen Wachstums basierenden Finanzkapitalismus. Wie lassen sich dessen abstrakte Strukturen entlang ihrer eigenen Widersprüche lesen, verstehen und uminterpretieren? Welcher kollektiven wie individuellen Widerstandsformen bedarf es, um den bestehenden Ungerechtigkeiten, Ausbeutungs- und Zerstörungsmechanismen etwas – jenseits populistischer Verzerrungen – entgegenzusetzen? Welche besonderen Potenziale bergen Poesie, Imagination und Fiktion für die Modelle einer anderen Ökonomie?

Das Projekt umfasst über zwanzig Vorträge, Performances, Musik- und Filmbeiträge aus verschiedenen theoretischen, künstlerischen und aktivistischen Kontexten, begleitet von Workshops (darunter auch Workshops für Schüler_innen). Das Hauptaugenmerk während der vier Tage liegt dabei auf der Erkundung diverser Ausdrucksformen, jenseits der klassischen akademischen Formate und auf der gemeinsamen Debatte ausgehend von dem breiten Diskursspektrum.

In Anbetracht des Klimawandels, der neofeudalen Auswüchse des Finanzkapitalismus, eines (wieder)erstarkenden Nationalismus und Rassismus sowie eines Populismus, der sich gezielt der Desinformation bedient, ist es uns ein Anliegen, nachhaltig über politische wie ästhetische Gegenentwürfe zu den bestehenden Verhältnissen nachzudenken.

Dabei müssen wir uns mit dem Problem auseinandersetzen, dass sich derzeit – mit der wachsenden Zahl an demokratisch gewählten Demagogen (Donald Trump in den USA, Wladimir Putin in Russland, Victor Orbán in Ungarn, Recep Tayyip Erdo?an in der Türkei, oder Narendra Modi in Indien) – ein beunruhigender politischer Wandel vollzieht: hin zu Gesellschaften, in denen Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie politisch gerechtfertigt und begünstigt, während Pluralismus und Meinungsfreiheit eingeschränkt werden.

Es geht also nicht nur um einen Kampf gegen neoliberale, sondern auch gegen antidemokratische und neofaschistische Zustände – und es scheint, dass es für diesen Kampf vor allem neuer Sprachen, Imaginationen und neuer kollektiver Handlungsformen bedarf.

Darüber hinaus erfordern die komplexen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eine Neubetrachtung von Begriffen wie Klasse, Solidarität, Recht und Gerechtigkeit, aber auch von Formen der Kritik und des Widerständigen. Genau hierfür möchte der Gipfel ein Forum bieten.

Ein weiteres zentrales Element ist eine Mediathek, die während des Gipfels (und darüber hinaus) Materialien zu den verschiedenen Themen sammelt und zugänglich macht, sowie eine Austausch-Plattform für lokale und regionale Initiativen, die ihre Projekte im Bereich alternativer Ökonomien vorstellen möchten.

Eintritt
frei

Flyer und Programm
New Narratives

Information / Anmeldung / Pressekontakt
gebhard_lehnerremove-this@remove-thiswkv-stuttgart.de
www.kunstgebaeude.org
Tel.: +49 (0) 172 344 69 77

Ein Projekt von
Akademie Schloss Solitude, Institut für Auslandsbeziehungen, Schauspiel Stuttgart, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Theater Rampe, Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Idee und Konzept
Christine Peters, Iris Dressler
In Kooperation mit
Marie Bues, Hans D. Christ, Klaus Dörr, Martina Grohmann, Jan Hein, Jean-Baptiste Joly, Elke aus dem Moore, Katrin Spira

Hauptförderer
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Gefördert von

Institut für Auslandsbeziehungen

In Kooperation mit
Die AnStifter
Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg
Hannah-Arendt-Institut, Stuttgart
Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

HANDOUT PROGRAMMINFORMATIONEN ZUM AUSDRUCKEN

Handout_Programminformationen_de.pdf

PRESSEINFORMATION

Pressedossier_de.pdf

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Schlossplatz 2
D-70173 Stuttgart
Fon: +49 (0)711 - 22 33 70
Fax: +49 (0)711 - 29 36 17
Württembergischer Kunstverein Stuttgart