Jour fixe der Mitglieder

Der monatliche Jour fixe der Mitglieder ist ein offenes Forum, das sich unterschiedlichsten Themen widmet. Laufende und kommende Ausstellungen werden hier ebenso besprochen wie aktuelle Angelegenheiten des Kunstvereins oder seine Arbeit jenseits des öffentlichen Betriebs. Auch allgemeine Anliegen der Kunst, Kulturpolitik, Gesellschaft etc. sind Gegenstand der Diskussion. Die Mitglieder sind dabei ausdrücklich eingeladen, Themen vorzuschlagen bzw. eigene Ideen, Fragen oder Vorhaben vorzustellen. So geben beispielsweise Künstlermitglieder regelmäßig Einblicke in ihre jüngsten Projekte.

MITTWOCH, 25. APRIL 2018, 17 UHR

WKV AUßER HAUS – ZU BESUCH IN DER STAATSGALERIE STUTTGART: SCHAUFENSTER SOHM

Mittwoch, 25. April 2018, 17 Uhr
(Achtung: die Staatsgalerie schließt um 18 Uhr, daher treffen wir uns bereits um 17 Uhr)
Kuratorenführung zum Schaufenster Sohm mit Alice Koegel
im Rahmen des
Jour Fixe für Mitglieder
und solche, die es werden wollen...

Im Rahmen des monatlichen Mitglieder Jour Fixes besuchen wir am 25. April die Schau „Ed Ruscha. Verschiedene Bücher“ im Schaufenster Sohm der Staatsgalerie Stuttgart und erhalten eine Kuratorenführung mit Alice Koegel:
Seit über fünf Jahrzehnten produziert, verlegt und vertreibt der amerikanische Künstler Edward Ruscha seine legendären Künstlerbücher. Handlich im Format und durch hohe Auflagen günstig in Produktion und Verkauf, entstehen sie in Reaktion auf analytische Fotobücher von Autorenfotografen wie Walker Evans oder Robert Frank. Meist auf Titel, Ortsangaben und Folgen fotografischer Aufnahmen reduziert, wirken Ruschas Künstlerbücher schlicht in der Aufmachung. Bewusst vernachlässigt er traditionelle Konventionen des Fotografierens in Komposition und Perspektive und entwickelt einen konzeptuellen Ansatz mit Fokus auf serieller Reihung. So kartografiert er insbesondere das redundante Erscheinungsbild von Orten der US-amerikanischen Westküste und registriert von Tankstellen über Swimmingpools bis zu Parkplätzen alles mit trockenem Humor.
In der nunmehr achten Präsentation aus der Archivsammlung von Hanns Sohm zeigt die Staatsgalerie eine Auswahl insbesondere der frühen Buchproduktionen von Ed Ruscha, mit denen er Kunstgeschichte geschrieben und nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusst hat.
Das »Archiv Sohm« ist eines der weltweit bedeutendsten Archive zu Fluxus und intermediärer Kunst. Seit 1981 gehört die umfassende Zeitdokumentation aus Korrespondenzen, Fotos, Büchern, Filmen, Aktionsrelikten und Objektkunst des Markgröninger Zahnarztes Hanns Sohm (1921-1999) zu den Kunstarchiven der Staatsgalerie Stuttgart. Die Reihe »Schaufenster Sohm« der Staatsgalerie gewährt in wechselnden Ausstellungen Einblicke in das Archiv.

Anmeldung
per Email bitte bis Dienstag, 24. April 2018 an mocko@wkv-stuttgart.de

Treffpunkt: Kassenbereich, Staatsgalerie Stuttgart

Kosten: Ermäßigter Eintritt, 5 EUR p.P.

MITTWOCH, 28. FEBRUAR 2018, 19 UHR

WKV AUßER HAUS – ZU BESUCH IM STADTARCHIV STUTTGART

Mittwoch, 28. Februar 2018, 19 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Günter Riederer
Kessel unter Druck. Proteste in Stuttgart 1945 - 1989
im Stadtarchiv Stuttgart
im Rahmen des
Jour Fixe für Mitglieder
und solche, die es werden wollen...

Im Rahmen unseres monatlichen Mitglieder Jour Fixe besuchen wir das STADTARCHIV STUTTGART und erhalten eine Führung durch die aktuelle Ausstellung "KESSEL UNTER DRUCK", welche sich mit der Protestkultur in Stuttgart zwischen 1945 und 1989 beschäftigt und Themenfelder aufgreift, welche Teil der kommenden Ausstellung im Württembergischen Kunstverein "50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968" sein werden. Am 4. Mai 1968, einen Tag nachdem Student_innen in Paris die Universität Sorbonne besetzt und den so genannten „Mai 68“ ausgerufen hatten, wurde im Württembergischen Kunstverein die Ausstellung 50 Jahre Bauhaus eröffnet – begleitet von Protesten gegen die geplante Schließung der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm, die 1953 als Nachfolge des Bauhauses gegründet worden war. 50 Jahre nach der Eröffnung von "50 Jahre Bauhaus" unternimmt der Württembergische Kunstverein eine kritische Relektüre dieser Ausstellung entlang dreier Stränge. Sie betreffen die Verschränkungen zwischen Moderne und Totalitarismus; die ästhetischen und gesellschaftspolitischen Umbrüchen der 1968-Jahre; sowie die aktuellen Diskurse über andere und multiple Modernen, die nicht unwesentlich von den globalen Verschiebungen seit 1989 geprägt sind.

ÜBER DIE AUSSTELLUNG "KESSEL UNTER DRUCK"

„Protest“ und „Stuttgart“ – das ist heute für viele ein junges Phänomen, verbunden mit den Auseinandersetzungen um das Verkehrs- und Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21“. Doch diese Wahrnehmung täuscht. Entgegen dem Klischee von der spießigen Kesselmetropole entwickelten die Bürgerinnen und Bürger eine lebendige Protestkultur. Die Bandbreite reichte von Massendemonstrationen und Sitzblockaden über Einzelaktionen bis zu Kunst-Happenings. Die Proteste gegen die Teuerung nach der Währungsreform im Oktober 1948 fanden sogar Resonanz in der internationalen Presse.
Die Ausstellung gibt einen ersten Überblick über die Protestgeschichte Stuttgarts seit 1945. Präsentiert werden einzelne Ereignisse, die stellvertretend für bestimmte Entwicklungen der Protestkultur stehen. Proteste, die sich primär in Papieren und Deklarationen manifestierten wie beispielsweise gegen den Abriss des Kaufhauses Schocken, wurden nicht berücksichtigt. Ausgewählt wurden vielmehr im öffentlichen Raum wahrnehmbare Protestformen. Geordnet sind die Proteste in der Ausstellung nach ihren Anliegen: Von der Demo direkt vor der Haustür, die eine lokale Agenda verfolgt, über Proteste mit einem gesamtgesellschaftlichen Anliegen bis hin zu Protesten, die sich mit den großen Fragen der Weltpolitik beschäftigen. Dabei werden auch Wechselbeziehungen sowohl bei den Themen wie bei den Akteuren deutlich.
Die Foyerausstellung zeigt einen etwas anderen Blick auf die Stadt und will zugleich die Grundlage für eine weitere Beschäftigung mit dem Thema bieten. Protest ist stets Teil der Entwicklung einer lebendigen Stadtgesellschaft; auch nach „Stuttgart 21“ wird es Anlässe für Proteste geben.

Anmeldung erbeten unter:
mocko@wkv-stuttgart.de

Beginn:
19 Uhr

Treffpunkt:
Stadtarchiv Stuttgart
Bellingweg 21
70372 Stuttgart

MITTWOCH, 31. JANUAR 2018, 19 UHR

WKV AUßER HAUS – ZU BESUCH IN DER OBERWELT E.V.

Mittwoch, 31. Januar 2018, 19 Uhr
Artists Talk + Führung durch die Ausstellung
"twenty three and some more" in der Oberwelt e.V.
im Rahmen des
Jour Fix für Mitglieder
und solche, die es werden wollen.

Diesen Monat besuchen wir im Rahmen des Jour Fixe für Mitglieder (und solche, die es werden wollen) die Oberwelt e.V.! Oberwelt e.V. ist ein von KünstlerInnen betriebener Ausstellungs- und Veranstaltungsraum in Stuttgart, der seit 1978 besteht. Die Oberwelt führt Veranstaltungen in Form von Ausstellungen, Projekten, Events sowie Vorträgen, Seminaren und Diskussionen durch. Ein weites Spektrum gegenwärtiger Kunst- und Präsentationsformen, sowie künstlerischer Aktions- und Existenzformen wird vermittelt und produziert. Die Hinterfragung gängiger Kunstbegriffe und Kunstformen aus den Grenzbereichen der Kunst spielen eine wesentliche Rolle. Themen aus Kunsttheorie, Soziologie, Politik und der künstlerischen Alltagspraxis werden diskutiert.

TWENTY THREE AND SOME MORE
Johanna Mangold und Jan-Hendrik Pelz sehen sich als junge freischaffende Künstler einem hart umkämpften Kunstbetrieb und Kunstmarkt gegenüber, auf dem sie sich jeweils ihren Platz erobern müssen. Den zweifelhaften Mechanismen, der ungleichen Verteilung von Aufmerksamkeit, Kapital und Einfluss und der völlig offenen Frage nach objektiver "Kunstqualität" begegnen sie mit einer Maßnahme, die mehr als eine selbsterfüllende Prophezeiung sein wird: Sie brauen einen Zaubertrank mit auserlesenen Zutaten, dessen Einnahme sie zukünftig in die "besten Künstler der Welt" verwandeln wird. Zwischen tiefem Ernst und augenzwinkernder Ironie fanden die Künstler zahlreiche erlesene Materialien als Ingredienzen für diesen Zaubertrank, dessen Zutaten streng dokumentiert und inhaltlich eingehend begründet wurden.

BEGINN:
19 Uhr 

TREFFPUNKT:

Oberwelt e.V.
Reinsburgstrasse 93
70197 Stuttgart

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Schlossplatz 2
D-70173 Stuttgart
Fon: +49 (0)711 - 22 33 70
Fax: +49 (0)711 - 29 36 17
Württembergischer Kunstverein Stuttgart