Glastrakt
Glastrakt
Glastrakt
Glastrakt
Glastrakt
Der Ungeduld der Freiheit Gestalt zu geben, 2013, Ausstellungsansicht
Vom Zaudern, 2013, Ausstellungsansicht (Anne K.E.)
Act of Voicing, 2012, Ausstellungsansicht (Ines Doujak)
Pedro G. Romer / Archivo F.X., 2012, Ausstellungsansicht
Oh My Complex, 2012, Ausstellungsansicht

Handlungs/Räume

1913–2011
Das 1913 für den Kunstverein errichtete und von dem Architekten Theodor Fischer entworfene Kunstgebäude besteht heute aus zwei Komplexen: dem nach 1945 wieder aufgebauten Altbau mit seinem Kuppelsaal und den darum gruppierten Galerieräumen sowie einem 1961 hinzugekommen, von Paul Bonatz und Günther Wilhelm gestalteten Neubau, dem sogenannten Vierecksaal. Verbunden werden beide Gebäudeteile durch einen weitläufigen Glastrakt. Von 1961 bis 2005 war im Kunstgebäude auch die Städtische Galerie (heute Kunstmuseum Stuttgart) beheimatet. Nach deren Auszug führte das Land Baden-Württemberg, Eigentümerin des Gebäudes, bis 2011 hier parallel zum Programm des Kunstvereins eigene Ausstellungen durch, deren räumliche Ausdehnung zur Folge hatte, dass der Kunstverein ständig zwischen Alt- und Neubau wandern musste.

Seit 2012
Seit 2012 gibt es wieder eine klare Aufteilung im Kunstgebäude, das heißt eine dauerhafte Präsenz des Kunstvereins im Glastrakt und Vierecksaal. Der Haupteingang befindet sich seither in der Stauffenbergstraße und führt direkt in den Glastrakt.
 
Glastrakt: Hub
Mit seinen rund 280 qm, seiner Offenheit und Transparenz bildet der Glastrakt den zentralen „Hub“ zwischen Institution und Öffentlichkeit, Ausstellungen und Veranstaltungen, Kunst- und Arbeitsraum, internen und externen Angelegenheiten. Hier finden sich eine Reihe von analogen und digitalen Archiven, ein Kopierer und Internetzugang sowie Lese- und Arbeitstische, die von den BesucherInnen, diversen Gruppen und auch für interne Arbeitstreffen genutzt werden. Zu den Archiven zählen das Archiv der Künstlermitglieder, das Postcapital-Archiv von Daniel García Andújar, die Expanded Cinema Study Collection sowie diverse, sich ständig erweiternde Materialsammlungen zu den Projekten und Themenschwerpunkten des Kunstvereins. Zu jeder laufenden Ausstellung wird ein spezieller Büchertisch mit Literatur und weiteren Dokumenten eingerichtet. Darüber hinaus hat man Zugriff auf diverse Kunstzeitschriften und die Neuzugänge an Katalogen und anderen Publikationen.

Das gesamte Mobiliar im Glastrakt ist rollbar, sodass sich die Situation ohne größeren Aufwand für Vorträge, Workshops, Filmprogramme, Performances und anderes verändern lässt.

Offenes Forum: Glastrakt
Der Glastrakt steht dabei auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Unterschiedlichste Gruppen aus den Bereichen Kunst und gesellschaftspolitisches Engagement führen hier ihre Treffen und Veranstaltungen durch, mal in Kooperation mit dem Kunstverein und mal in Eigenregie. Der Raum wird somit von heterogenen Öffentlichkeiten genutzt.

Vierecksaal: Ausstellungsraum als Bühne
Der 1961 im Zuge des Wiederaufbaus an den Altbau angefügte Vierecksaal hat eine Grundfläche von 35 x 35 Metern, die weder von Säulen noch von fixen inneren Wänden durchbrochen ist. Dies ermöglicht es, für jede Ausstellung eine eigene Architektur zu entwickeln. Dabei entstehen immer neue und überraschende, mal eher labyrinthische und mal offenere, mal überbordende und mal minimalistische, mal „White Cube“- und mal „Backstage“- Szenarien. Die Einbauten bleiben in der Regel als solche erkennbar, um die Temporalität, Wandelbarkeit und eine gewisse Bühnenhaftigkeit der Ausstellungsdisplays zu betonen.
Die anspruchsvollen Ausstellungsarchitekturen werden grundsätzlich im engen Austausch mit den KünstlerInnen und / oder KokuratorInnen konzipiert. Sie basieren auf einem modularen Wandsystem, das sich in unterschiedlichen Höhen als offene oder geschlossene Struktur und auch entgegen seiner eigentlichen Nutzung, zum Beispiel als Podeste und Bühnenelemente, variieren lässt. Dieses System sowie das Recyceln von verbauten Materialien und der Zugriff auf eigene Holzwerkstätten machen es trotz knapper Mittel möglich, immer wieder neue Raumsituationen herzustellen.

Projektraum und Projektreihe: Querungen
2013 hat der Kunstverein einen neuen Projektraum eingerichtet, der sich zwischen Glastrakt und Durchgang zum Altbau befindet. Dieser Durchgang ist bis voraussichtlich 2016 durch eine Wand versperrt, denn bis dahin bezieht der baden-württembergische Landtag, dessen eigentliches Domizil saniert wird, den Altbau. Für diesen neu definierten Raum wurde die Projektreihe Querungen konzipiert, die sich vor allem als ein gemeinsam zu gestaltender kritischer Resonanzraum des Kunstvereins und der verschiedenen lokalen / regionalen AkteurInnen der zeitgenössischen Kunst versteht. Es geht um Prozesse der gegenseitigen Sichtung, Bewertung und Neubewertung in immer anderen, sich wiederholenden und verschiebenden Konstellationen; um Verlagerungen und Querverweise zwischen den unterschiedlichen Szenen, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen vor Ort und auch darüber hinaus. Unter dem Titel Querungen ist eine offene Folge von Ausstellungen geplant, die Präsentation, Diskurs und Handlung miteinander verbinden.

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