ACTS OF VOICING: Performances, Workshops, Vorträge


Nancy Adajania, Daniel García Andújar, Nathalie Boseul Shin, deufert + plischke, Yvonne P. Doderer, Mladen Dolar, Iris Dressler, Tim Etchells, Ramón Grosfoguel, Anette Hoffmann, Ranjit Hoskoté, Janez Janša, Janez Janša, Bojana Kunst, Xavier Le Roy, Minouk Lim, Neto Machado, Manuel Pelmus, David Riff / Dmitry Gutov, Marcus Steinweg, Imogen Stidworthy, Fadi Toufiq, Christophe Wavelet, Ingrid Wildi Merino / Decolonial Group Berlin

Freitag, 11. Januar 2013, 19 Uhr

Ines Doujak, Markus Wörgötter, "Performance for One Mountain and One Indian-Investigator-Machine", 2012, Wien
Ines Doujak, Markus Wörgötter, "Performance for One Mountain and One Indian-Investigator-Machine", 2012, Wien
Neto Machado, Agora
Neto Machado, Agora

PERFORMANCE-ABEND
Mit: Ines Doujak und Markus Wörgötter, Neto Machado

19 Uhr
Ines Doujak und Markus Wörgötter,
Performance for One Mountain and One Indian-Investigator-Machine
(Performance für einen Berg und eine Indianerforschungsmaschine), 2012
Ca. 20 Minuten

Die 20minütige Performance von Ines Doujak (u.a. documenta 12) und Markus Wörgötter basiert auf Doujaks Kunst- und Forschungsprojekt Webschiffe, Kriegspfade, das um die Geschichte(n) andiner Textilien kreist und in der Ausstellung Acts of Voicing in Form einer Posterserie zu sehen ist. Die Performance untersucht und hintertreibt die Forschungsbegriffe von Ethnografie und Kunst, wie sie sich seit dem Mittelalter in Europa etabliert haben. Im Zentrum stehen dabei die Figur einer Forscherin, deren Kostüm auf den fremden Blick verweist, eine Indianerforschungsmaschine sowie ein wandernder und murmelnder Berg. Die Indianerforschungsmaschine ist ein Robotor, dessen Rede aus seinem „Nabel“ ertönt und eine Mischung aus Gesang, Geschrei, Beleidigung, Klage, Theoretisierung und Gelächter in den Sprachen Englisch, Spanisch und Quechua darstellt. Während die Forscherin schweigt monologisiert die Maschine über Begegnungen mit dem Fremden, die Geschichte der Eroberten, über Begriffe wie différance, Kontaktzone und Ausnahmezustand.

Im Anschluss
Neto Machado, Agora
Ca. 20 Minuten

Der brasilianische Choreograf und Tänzer Neto Machado tritt im Januar 2013 sein Stipendium an der Akademie Schloss Solitude an. Gleich zu Beginn führt er im Württembergischen Kunstverein seine Performance Agora auf, die die BesucherInnen aktiv miteinbezieht. Sie kreist um Fragen der Repräsentation des Körpers und wie man seine eigene Geschichte und Persönlichkeit zur Aufführung bringt.

Vergangene Veranstaltungen

Freitag, 14. Dezember 2012, 19 Uhr

VORTRAG
Sprache: Englisch
Ramón Grosfoguel, The Historical Formation of the Coloniality of Knowledge and its Implications for the Modern/Colonial World

This presentation will be focused on the historical formation of racism in the modern world and its implications for knowledge production. "Western" hegemonic notions of Universalism and its fallacies led the West to questionable relations with the Rest. The correlation between coloniality of power and epistemic coloniality let to the practical correlation between genocide and epistemicide. The consequences of this history to the present structures of the global system we inhabit will be addressed in detail. One of the global structures of power that will be addressed is the Westernized University with its epistemic foundation on epistemic racism/sexism.

Samstag, 8. Dezember 2012, 18:30 Uhr

VORTRAG
Sprache: Englisch

Bojana Kunst, The Paradox of Voiced Silence
In ihrem Vortrag spricht Bojana Kunst über das Spannungsverhältnis zwischen der Stimme und dem Schweigen des Körpers in der zeitgenössischen Performance. Dabei untersucht sie eine Reihe von problematischen politischen Aspekten, die mit dem Schweigen des Körpers einhergehen, sowie die gleichfalls fragwürdige Konsumption der Stimme. Sie geht der Frage nach, wie diese Spannung mit der zeitgenössischen kulturellen und ökonomischen Präkarisierung des Körpers zusammenhängt.
Faszinierenderweise nimmt man die Stimme, die sich im Körper befindet, erst dann wahr, wenn Tanz von Sprache getrennt wird. Sie wird in dem Moment gehört, wenn Sprache den Status der vorherrschenden Materialität verliert und sich der sich bewegende Körper dagegen wehrt, Rede zu sein. Daher ist die Stimme nicht etwas, das den Körper beruhigt und zu einer harmonischen Entdeckung des inneren Ichs führt, sondern sie verortet den tanzenden Körper gnadenlos in der Kluft zwischen der Bewegung selbst und dem, was Bewegung repräsentiert. Durch die Entdeckung der Stimme erschüttert der tanzende Körper die harmonische Beziehung zwischen seiner Präsenz und seiner Darstellung. Es gibt keine Harmonie mehr zwischen dem Inneren und Äußeren des Körpers; der Körper wird genau in dieser Lücke sichtbar und hörbar, wenn die harmonische Beziehung zwischen der Bewegung des Körpers und dem Schauspiel seiner Subjektivität zusammengebrochen ist.

Mladen Dolar, What‘s in a Name, What‘s in a Voice?

DER VORTRAG VON MLADEN DOLAR MUSS AUS KRANKHEITSGRÜNDEN LEIDER ENTFALLEN

Freitag, 7. Dezember 2012, 19 Uhr

VORTRAG + FILMBEISPIELE
Sprache: Englisch
Janez Jansa und Janez Jansa, NAME Readymade. My name is Janez Jansa
2007 vollzogen drei slowenische Künstler einen radikalen Namenswechsel: Sie nannten sich alle drei nach dem damaligen slowenischen Premierminister Janez Jansa. In ihrem Vortrag stellen sie die verschiedenen Entwicklungsstadien und Aspekte dieser Namensänderung sowie die damit verbundenen Konsequenzen für ihre öffentlichen und privaten Beziehungen vor. NAME Readymade untersucht, inwieweit das Konzept der persönlichen Namensgebung in der westlichen Gesellschaft mit der Frage persönlicher Identität übereinstimmt bzw. sich davon unterscheidet.

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 19 Uhr

VORTRAG
deufert&plischke, Verknüpfungen. Arachnische Praktiken
Einführung in die „arachnischen Praxen des Reformulierens“ als eine Schreib- und choreografische Methode.

PRÄSENZ
deufert&plischke, Verknüpfungen. Arachnische Praktiken
7. + 8. Dezember 2012, während der Öffnungszeiten

Die ChoreografInnen und VideokünstlerInnen Kattrin Deufert und Thomas Plischke arbeiten seit 2001 als Künstlerzwilling deufert&plischke zusammen. Neben Bühnenarbeiten entstand u.a. der Emergence Room, der in der Ausstellung Acts of Voicing zu sehen ist. Es handelt sich dabei um einen künstlerisch gestalteten, je nach Kontext sich verändernden Arbeitsraum, der der Praxis des Formulierens und Reformulierens gewidmet ist. Der Emergence Room verweist auf die mythologische Gestalt der Arachne aus Ovids Metamorphosen, deren Webkünste legendär waren. deufert&plischke greifen in ihrer performativen Installation die Metapher des Webens und Verwebens von Mustern und Gedanken auf.

In ihrem Vortrag führen deufert&plischke in ihre arachnischen Praxen des Reformulierens als Schreib- und choreografische Methode ein. Darüber hinaus werden sie am 7. und 8. Dezember in der Ausstellung bzw. im "Emergence Room" präsent sein.

„Reformulieren ist eine Praxis des Schreibens, der Weitergabe und der Übersetzung. Der Akt des stillen Schreibens ersetzt eine Praxis der Diskussion, in der sich das Argument des Einzelnen gegenüber den anderen hierarchisch zu behaupten versucht. Die Rechtfertigung für ein Argument ist aber nicht aufgehoben, sondern wird durch die Weitergabe des Geschriebenen einem anderen übergeben. Die ständige Weitergabe entzieht sich einer Praxis der Diskussion und der demokratischen Mehrheitsfindung und sie ermöglicht eine zirkuläre, gemeinsam geteilte Reformulierung und Autorschaft. Durch die Weitergabe kann die Argumentation der anderen übersetzt, verstanden, kritisiert und erweitert werden: Sie ist nicht der Macht des sprechenden Subjekts unterworfen. Jede Weitergabe von geschriebenem Material fordert schon im ersten Lesen eine Übersetzung. Gerade im Feld der Choreografie ersetzt die Erfahrung der Übersetzung eine Praxis der Imitation. Somit ist Reformulieren kein statischer Prozess, er ist selbst Choreografie: Bewegung als ein ‚immer wieder formulieren’. Tanz und Schreiben bringen sich jeweils wechselseitig hervor.“ (deufert&plischke)

Mittwoch, 5. Dezember 2012, 19 Uhr

VORTRAG
Anette Hoffmann, Verbale Riposte: Kritik, Mehrstimmigkeit und performative Darstellungen von Geschichte in Aufnahmen von ‚praise poetry’
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Das Genre der omitandu (praise poetry im Otjiherero) zeichnet sich durch fluide Form, Mehrstimmigkeit und eloquente Charakterisierungen von Personen, Orten und Ereignissen aus. In den Darbietungen dieser Sprechgesänge wird Geschichte vermittelt, aber auch verhandelt. Historische Tonaufnahmen als Momentaufnahmen von omitandu enthalten Geschichtsdiskurse von otjiherero-Sprechern, in denen der Krieg mit der deutschen Schutztruppe, die Folgen des Krieges für die kolonisierte Bevölkerung, aber auch (oftmals kodifizierte) Kritik an der epistemischen Gewalt kolonialer Wissensproduktion artikuliert wurden. Der Vortrag vermittelt einige Facetten dieses Genres der Historiologie und dessen Stellenwert in den Erinnerungskulturen der OvaHerero.

4. – 12. Dezember 2012

PERFORMANCE
Sylvia Winkler und Stephan Köperl,
Kommentar: Andi Schreiber
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Das Kommentieren in online-Medien zählt zu den jüngeren Mitteilungspraktiken. Die große Bandbreite an Äußerungsformen vom Hassgebell über die pointierte Anmerkung bis hin zur qualifizierten Widerlegung eines Artikels kommt jedoch längst in den Rang einer eigenständigen literarischen Gattung. Schnell und unkompliziert kann über etablierte Plattformen eine große LeserInnenschaft erreicht und so Einfluss auf tagesaktuelle Diskussionen genommen werden.
Als 'Andi Schreiber' werden Sylvia Winkler und Stephan Köperl sich eine Meinung zu unterschiedlichen online-Artikeln bilden und diese vom 4. bis einschließlich 9. Dezember vom Glastrakt des WKV aus in die virtuelle Welt hinausschreiben.

Samstag, 1. Dezember 2012, 19 Uhr

LECTURE PERFORMANCE
Sprache: Englisch
Xavier Le Roy, Product of Circumstances
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„Maybe theory is biography, presenting it is a lecture, and doing a lecture is performing.“ In seiner Lecture Performance Product of Circumstances löst der promovierte Biologe und Choreograph Xavier Le Roy auf humorvolle Weise die scheinbaren Widersprüche zwischen Wissenschaft, Forschung und Tanz auf und veranschaulicht, dass Forschen und Tanzen ebenso eins sind, wie Vorträge zu halten und auf der Bühne zu stehen. Mit seinen Studien, Beispielen und Analysen wird Tanz hier als eine komplexe und umfassende Art definiert, den Körper im Verhältnis zu Gesellschaft und Marktökonomie zu denken.
 
GESPRÄCH
Sprache: Englisch
Xavier Le Roy, Christophe Wavelet
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Im Anschluss an die Performance spricht Xavier Le Roy mit dem französischen Forscher, Kurator und Autor Christophe Wavelet, der derzeit Stipendiat an der Akademie Schloss Solitude ist. Sie verhandeln Themen wie u.a. Autobiographie und Dislozierung als künstlerische Methode; die Genese und Entwicklung von Le Roys choreographischem Material; sein Verständnis von Musik und die Bedeutung des künstlerischen Labors.

22.–25. November 2012

WORKSHOP
22.–25. November 2012
Daniel García Andújar, Listen To The People‘s Wrath (Hör‘ den Zorn der Leute)
In englischer Sprache

Basierend auf dem „Anti-Anti-Riot-Kit“, das Daniel García Andújar für die Ausstellung Acts of Voicing im Württembergischen Kunstverein Stuttgart produziert hat, versteht sich der Workshop als offenes Angebot, analoge wie digitale Techniken des Protests in Theorie und Praxis zu untersuchen und zu erproben. Dabei geht es insbesondere um Protestformen, deren Bühne die Straße ist.

Grundlegende Utensilien des Workshops sind eine umfunktionierte Kampfausrüstung, Stencil-Schablonen, verschiedene T-Shirts und Flaggen, Letztere u.a. mit der Aufschrift „Demokratisieren wir die Demokratie“ in verschiedenen Sprachen. Darüber hinaus gibt es bewegliche Lettern, eine sogenannte Action Kamera sowie ein digitales Archiv mit Materialien aus den Bereichen Protest, Aufruhr, Anti-Aufruhr und Anti-Anti-Aufruhr.

Der Workshop dient der gemeinsamen Entwicklung von horizontalen und kollektiven Arbeitsweisen sowie der produktiven und dabei zugleich (selbst)kritischen Analyse von Protestformen: ihrer Aufführung, Choreografie und Rollenverteilung. Dabei kann sowohl auf vergangene als auch gegenwärtige als auch mögliche kommende Proteste und Protestbewegungen Bezug genommen werden.

Vor dem Hintergrund des Slogan „Demokratisieren wir die Demokratie“ sollen die Strukturen von Demokratie, Partizipation und gesellschaftliche Transformationsprozesse diskutiert werden.
Dabei geht es vor allem um die Konflikte und Schwierigkeiten, die der Demokratie selbst innewohnen, um ihre Fragilität, um das, was sie einfordert sowie unsere Erwartungen an diese.

Der Workshop richtet sich an Interessierte aus allen Bereichen, insbesondere Aktivismus, Design, Visuelle Kommunikation, Kunst, Medien, Kulturwissenschaft, Theorie, Bildung, Recht etc.

Zeitplan

Donnerstag, 22. November 2012, 19 Uhr
Einführung

Freitag, 23. und Samstag, 24. November 2012, 12–18 Uhr
Workshop: Theorie und Praxis

Sonntag, 25. November 2012, 11–15 Uhr
Workshop: Theorie und Praxis

Anmeldung bis zum 10. November 2012 unter: dressler@wkv-stuttgart.de
Max. 20 TeilnehmerInnen

11.­–18. November 2012

WORKSHOP
Yvonne P. Doderer

Montag, 12. November 2012, 19 Uhr

GESPRÄCH
Dietmar Dath, Der eindimensionale Student?
Ein Gespräch mit Dietmar Dath über Wissensgesellschaft und wissenschaftlichen Sozialismus, Aufklärung und abgeklärte Universitäten, Intellektuelle und akademische Proleten.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg Stiftung

KONFERENZ + PERFORMANCES, 13. + 14. Oktober 2012

Sprache: Englisch

Samstag, 13. Oktober 2012


13:00 –15:45 Uhr

EINFÜHRUNG
Iris Dressler, On the Poetics and Politics of the Voice (Über die Poetiken und Politiken der Stimme)

LECTURE PERFORMANCE
Ranjit Hoskoté, Letters to Al-Mu'tasim (Briefe an Al-Mutasim)
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In seiner Lecture Performance spricht Ranjit Hoskoté über seine Installation Letters to Al-Mu'tasim die auf einem fortlaufenden Forschungsprojekt basiert, das er vor mehr als fünfzehn Jahren begann. In diesem untersucht er den Zusammenfluss von kulturellem, ökonomischem und politischem Austausch, der die transkontinentale und transozeanische Region – gemeinhin in Europa, Nordafrika, West-, Süd- und Zentralasien sowie den Indischen Ozean aufgeteilt – seit über zwei Jahrtausenden charakterisiert. Nach seiner Auffassung würde eine Lesart, die diesen Zusammenfluss in den Vordergrund stellt, das vorherrschende macht- und konfliktorientierte Modell ersetzen, zugunsten von durchlässigen, kollaborativen und hybriden Wechselbeziehungen, an den Schnittstellen zu den verschiedenen Entitäten.

VORTRAG
Marcus Steinweg, The Voice of Chaos (Die Stimme des Chaos)
Marcus Steinweg hat für die Ausstellung ein philosophisch-künstlerisches Diagramm entwickelt, dessen methodische Ansätze er in seinem Vortrag erläutert.
 
16:00–18:30 Uhr

WERK- UND PROJEKTPRÄSENTATIONEN
Daniel García Andújar, Let’s Democratize Democracy (Demokratisieren wir die Demokratie)
Fadi Toufiq, Stuttgart’s Tabula Rasa (Die Tabula Rasa von Stuttgart)
Imogen Stidworthy, (·)
Nathalie Boseul Shin, On Minouk Lim (Über Minouk Lim)
19:00 Uhr

TEXT PERFORMANCE
Tim Etchells, Let Go
Let go. Let it go. Let it. Let Go. Let it. Let Go. Let it go. Eine Textperformance, ein Gedicht und eine Soundarbeit, in der Sprache an einem Bruch- und Wiederholungspunkt zerfällt und sich vervielfacht.
 
20 Uhr
PERFORMANCE
Ingrid Wildi Merino / Group Decolonial, Arquitectura de las transferencias. La hibris del punto cero (Architektur der Übertragungen. Die Hybris des Nullpunkts), 2012
Die Choreografie für sechs Stimmen, bei der Fragmente aus Santiago Castro Gómez’ Publikation La Hybris del Punto Cero rezitiert werden, kreist um Eurozentrismus und Kolonialität von Wissen und Erinnerung.

Sonntag, 14. Oktober 2012

11 –14 Uhr

VORTRÄGE / LECTURES
Nancy Adajania
David Riff / Dmitry Gutov, The KMSEL (Karl Marx School Of English Language)
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2005 in Moskau gegründet, war die Karl Marx School of the English Language (KMSEL) ursprünglich kein Kunstprojekt, sondern eine Sprachwerkstatt und Lesegruppe. Zwei englische Muttersprachler halfen den russischen Teilnehmern bei der Aussprache und dem Verständnis der englischen Übersetzungen von Marx’ Schriften. Die Gruppensitzungen fanden im Studio des Künstlers Dmitry Gutov statt. Der Abgleich der deutschen Originaltexte mit ihren englischen und russischen Übersetzungen löste in der Gruppe intensive politische und künstlerische Debatten über die heutige Bedeutung von Marx und dem Marxismus aus. Gutov begann, für jede Sitzung ein Bild zu malen, um das Projekt enger an die Kunst zu binden. Nach mehren Biennalen und Ausstellungen, an denen KMSEL teilnahm, leben die Übungen in Form von Einzellektionen und regelmäßigen Workshops weiter. Sie wurden zu einem performativ-malerischen Idiom der Artikulation grundlegender ästhetischer und politischer Anliegen. Dmitry Gutov und David Riff erläutern ihre Methode im Licht der aktuellen Politiken in Russland und deren problematische Beziehung zur Kunstwelt sowie aus der Perspektive einer ästhetischen Re-Lektüre Marx’, die so entscheidend für die zeitgenössische Kunst ist.

LECTURE PERFORMANCE
Manuel Pelmus

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