Jour Fixe der Mitglieder des Württembergischen Kunstvereins – und solcher, die es werden möchten

Der Jour fixe der Mitglieder, der an jedem letzten Mittwoch im Monat stattfindet, ist ein offenes Forum, das sich unterschiedlichen Themen widmet. Laufende und kommende Ausstellungen werden hier ebenso besprochen wie aktuelle Angelegenheiten des Kunstvereins oder darüber hinaus gehende Fragen zur Kunst, Kulturpolitik und Gesellschaft. Regelmäßig besuchen wir andere Institutionen und Gruppen.
Die Mitglieder sind ausdrücklich eingeladen, Themen oder Aktivitäten vorzuschlagen bzw. eigene Ideen, Fragen oder Vorhaben im Rahmen des Mitglieder Jour fixe vorzustellen.
Kontakt: Anne Volk volk@wkv-stuttgart.de

Mittwoch, 29. April 2026, 19 Uhr 

Foto: Alisha Soraya

BESUCH UTOPIA KIOSK
@utopiakiosk
Ort: Lazarettstraße 5, 70182 Stuttgart
Mit: Alisha @alisha.soraya von Utopia Kiosk

Am 29. April 2026, um 19 Uhr, besuchen wir den Utopia Kiosk und erhalten einen Einblick in die Entstehung und das Programm des queeren Kulturzentrums im Stuttgarter Züblin Parkhaus.

Der Utopia Kiosk möchte ein "guter Ort" (griechisch „eu-topos“) sein, an dem queere Utopien als gelebte Praxis Raum bekommen. Queere und (queer-)feministische Utopien imaginieren Orte und Gemeinschaften jenseits patriarchaler und heteronormativer Strukturen, rassistischer Gewalt und kapitalistischer Ausbeutung. Utopien imaginieren eine gerechtere und bessere Zukunft: In welcher Welt wollen wir leben? Wovon träumen wir? Welche Beziehungen wollen wir haben? Wie wollen wir lieben? Welche Körper wollen wir haben?

Utopia Kiosk ist ein Raum in dem gemeinsam Queerness gefeiert und gelebt werden kann: ein Ort, der mit Träumen, Wünschen, Praktiken von Gemeinschaft und queerer Kunst gefüllt wird, ein Ort der bereits gelebten Utopie mitten in Stuttgart.

Weitere Infos zum Utopia Kiosk
@utopiakiosk und https://utopiakiosk.100mensch.de

Anmeldungen sind erwünscht: praktikum@wkv-stuttgart.de

VERGANGENE TERMINE

Mittwoch, 25. März 2026, 17:30 Uhr

Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung am Inneren Nordbahnhof

FÜHRUNG 
Zeichen der Erinnerung: Verfolgung und Vernichtung württembergischer Jüd*innen, Sinti*zze und Rom*nja. er Innere Nordbahnhof Stuttgart als Tatort
Mit Pia Preu 
Treffpunkt: U-Bahn Ausgang Killesberg (Aufzug)

In Stuttgart wurden zwischen 1941 und 1945 mehr als 2.500 Menschen jüdischer Abstammung und mehr als 240 Sinti*zze und Rom*nja auf den Killesberg gebracht, von dort zum Inneren Nordbahnhof getrieben und zu den Lagern Riga, Izbica, Auschwitz und Theresienstadt deportiert. Nur wenige überlebten.

Der Verein Zeichen der Erinnerung hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf diesen Teil der Stuttgarter Geschichte aufmerksam zu machen und hat am Inneren Nordbahnhof eine Mahn- und Erinnerungsstätte errichtet.

Die eineinhalbstündige Führung beginnt am Gedenkort Killesberg, führt dann über den Eckartshaldenweg, vorbei an der Kirche St. Georg (Gedenktafel), durch den Pragfriedhof, vorbei an der Martinskirche (Gedenktafel) und endet am Inneren Nordbahnhof, an der Gedenkstätte Zeichen der Erinnerung.

Anmeldung unter: volk@wkv-stuttgart.de 
Es wird um Spenden für die Führung gebeten.

Mittwoch, 25. Februar 2026, 17:30 Uhr (!)

about architecture. Kunst im öffentlichen Raum

Claude Horstmann, about architecture, Foto: Jan Hottmann

Ortsbesuch mit Claude Horstmann zu ihrer In-situ-Arbeit an der Kriegsbergstraße 30
Mit: Claude Horstmann
Treffpunkt: WKV

Im Sommer 2025 erhielt Claude Horstmann von der KiöR-Jury des Kulturamtes der Stadt Stuttgart eine Förderung für das Fassadenprojekt about architecture. Ursprünglich für eine Brandwand an der Brache der ehemaligen Fritty-Bar konzipiert, suchte Horstmann mehrere Monate nach einem neuen Ort und fand diesen an der Kriegsbergstraße 30 nahe des Stuttgarter Hauptbahnhofs.

about architecture ist eine sprachlich-zeichnerische Intervention im öffentlichen Raum. Die Arbeit auf der Fassade des Gebäudes knüpft an eine gleichnamige Zeichnung von 2021 an. Die zehn Wörter sind frei und präzise direkt auf die steinverkleidete Fassade gesetzt. Architektur und Text gehen so eine enge Verbindung ein und bilden eine Aussage, die aus der Nähe wie aus der Distanz wirkt und das Gebäude samt Umfeld belebt.

Größe, Rhythmus und Position der Präpositionen orientieren sich an der architektonischen Struktur. Inhaltlich wirken sie als offener, präziser Text: Sie kommentieren den Ort nicht, sondern lösen beim Lesen und Sehen Assoziationen aus. Die Wortfolge wirkt aktivierend und lässt sich mit dem Wort architecture oder jedem anderen Substantiv ergänzen. Das Projekt macht Phänomene von Markierung, Oberfläche und Schichtung im städtischen Kontext erfahrbar. Die Realisierung erfolgte zusammen mit Studio Vierkant.

VERGANGENE TERMINE

Kulturkürzungen. Was tun?

Mittwoch, 28. Januar 2026, 19 Uhr
JOUR FIXE
Mit Hans D. Christ und Iris Dressler

Unter dem Motto „An Kultur, Bildung und Sozialem zu sparen, kostet viel zu viel“ haben zahlreiche Stuttgarter Bürger*innen, Organisationen und Institutionen zum Ende des vergangenen Jahres gegen die Kürzungen der Stadt Stuttgart demonstriert. Mehr als 47.000 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift gegen Kürzungen im Kulturbereich ausgesprochen. Dennoch wurden diese beschlossen. Auch der WKV ist davon maßgeblich betroffen. Wir nehmen dies zum Anlass, um die kritische und konstruktive Debatte über die aktuelle Kulturpolitik und die Zukunft von Kunstinstitutionen wie dem WKV zu vertiefen. Im Rahmen des ersten Mitglieder-Jour Fixe des neuen Jahres, am Mittwoch, den 28. Januar 2026, um 19 Uhr, möchten wir mit den Mitgliedern des WKV (und solchen, die es werden möchten) über das Thema diskutieren.

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