Die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden

VERANSTALTUNGSPROGRAMM

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85 K

Freitag, 10. Dezember 2010, 19 Uhr

Dienstag, 21. Dezember 2010, 19 Uhr
Samstag, 8. Januar 2010, 19 Uhr

FILMPROGRAMM
S'Weschpenäscht
Die Chronik von Wyhl 1970 -1982

Medienwerkstatt Freiburg, BRD 1982, 85 Min.
 
Im Rahmen der Proteste gegen das Großprojekt Stuttgart 21 ist desöfteren auf den Widerstand, der sich in den 1970er und 1980er Jahre in Whyl gegen ein dort geplantes AKW richtete, verwiesen worden. Der Württembergische Kunstverein zeigt an drei Abenden die Dokumentation dieser Bewegung. Der Film offenbart eine Reihe von Parallelen zum derzeitigen Protest gegen Stuttgart 21: vom Einfordern einer direkten Demokratie, über den zivilen Ungehorsam, eine breite Politisierung der Bevölkerung bis hin zur unabhängigen Aneignung von Wissen und Medien. Auch die „Ignoranz der Macht“ jener Tage erscheint vertraut und birgt zuweilen eine unfreiwillige Komik.
 
S’Wespenäscht. Die Chronik von Wyhl 1970 -1982 dokumentiert zwölf Jahre einer aufregenden Geschichte, die Geschichte einer regionalen Volksbewegung, die aus dem Nichts entstand, die Geschichte der Platzbesetzung und der grenzüberschreitenden Aktionen, eine Geschichte, die die Bevölkerung selber gemacht hat, mit Verantwortungsbewusstsein, Mut, Phantasie und langem Atem

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 19 Uhr

VORTRAG und GESPRÄCH
Frauke Hehl, Leiterin der workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V.
ZIVILGESELLSCHAFT
Neue Protestformen, Communities, Netzwerk
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Frauke Hehl, die sich für verschiedene Projekte an den Schnittsellen zwischen Kunst, Kultur und Sozialem engagiert, reflektiert in ihrem Vortrag neue Formen des Aktivismus und der BürgerInnenbeteiligung. An Hand von Beispielen wie den Protestbewegungen zum Hamburger Gängeviertel oder dem Atommülllager in Gorleben, zeigt sie auf, wie diese zunehmend auch bislang wenig politisierte Bevölkerungsschichten erreichen.

Dienstag, 21. Dezember 2010, 19 Uhr

FILMPROGRAMM
S'Weschpenäscht
Die Chronik von Wyhl 1970 -1982

Medienwerkstatt Freiburg, BRD 1982, 85 Min.
Inhalt: siehe oben

8. - 9. Januar 2011, jeweils von 12 - 18 Uhr

WORKSHOP
Yvonne P. Doderer und Hans D. Christ
RECHT AUF STADT
Andere Städte für andere Leben

Anmeldung unter:
Silke Baumann, baumannremove-this@remove-thiswkv-stuttgart.de

Thema dieses Workshops ist die Frage, auf welchen Grundlagen und unter welchen Vorzeichen die Produktion von „Stadt“ jenseits von einer rein an Investoreninteressen ausgerichteten Stadtentwicklung erfolgen kann. Hinter jeder Stadtentwicklung stehen spezifische Vorstellungen, Konzepte und Interessen, die darüber zu bestimmen versuchen, wie und von wem zukünftige Stadträume bestimmt, angeeignet und genutzt werden sollen. Die erste Frage ist deshalb die Frage nach einem „Recht auf Stadt“. Diese Frage betrifft nicht nur Beteiligungs- und Partizipationsformen, sondern gleichermaßen die Möglichkeiten, verschiedene Lebensweisen im Urbanen zu realisieren. Zu entwickelnde städtische Teilflächen sind zudem keine »Leerräume«, sondern bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sie mit dem komplexen Gebilde, das wir „Stadt“ nennen, in Zusammenhang und Wechselwirkung stehen. Auch ohne Stuttgart 21 und den Tiefbahnhof existiert in der Stuttgarter Innenstadtlage bereits ein Potential an Flächen und Räumen, die bereits ganz unerwartete Verflechtungen und Nutzungen herausgebildet haben, die einen Ansatzpunkt für eine weitere Entwicklung bieten.

Samstag, 8. Januar 2011, 18 Uhr

VORTRAG
Hans D. Christ
Soft City – Hard City

Zwischen digitalen Versprechen und baulicher Realität von Architektur scheint die Diskrepanz immer größer zu werden. Der Vortrag befragt internationale Beispiele der Stadtentwicklung, deren computeranimierten Versprechen und tatsächlichen ökonomischen Implikationen.

Samstag, 8. Januar 2010, 19 Uhr

FILMPROGRAMM
S'Weschpenäscht
Die Chronik von Wyhl 1970 -1982

Medienwerkstatt Freiburg, BRD 1982, 85 Min.
Inhalt: siehe oben

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