Arbeitstreffen
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Arbeitstreffen (Ausflug Künstlerhaus)

Einführung

Vom 21. Mai bis 31. Juli 2005 zeigt der Württembergische Kunstverein die erste Ausstellung des zweijährigen Projektes "On Difference".

Im Rahmen von zwei Ausstellungen sowie diversen Veranstaltungsreihen geht das Projekt der Frage nach, wie und ob sich die Relevanz lokaler Realitäten innerhalb globaler Verhältnisse – der Politik, Gesellschaft, Kultur und Ökonomie – ins Spiel bringen lässt. Zugleich basiert das Projekt auf dem Interesse, kollaborative Formen der Kunst- und Wissensproduktion gleichermaßen zu reflektieren, vorzustellen und zu praktizieren.
 
Die beiden Ausstellungen werden von zwei verschiedenen Kuratorengruppen konzipiert. Beteiligt sind KünstlerInnen und KuratorInnen aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika, deren alltägliche Praxis mit der Schaffung kritischer Handlungsräume verschränkt ist: sei es in Form von Ausstellungen, Workshops, Archiven, Zeitschriften oder Webforen. Sie wurden dazu eingeladen, jeweils auf der Basis ihrer eigenen Produktionszusammenhänge eine Ausstellungssektion zu entwickeln und zu gestalten.

Der erste Teil von „On Difference“ – On Difference #1. Lokale Kontexte - Hybride Räume – entstand in enger Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen Dan und Lia Perjovschi (Center for Art Analysis, Bukarest), Ciprian Mureşan (Version Magazine, Cluj), Zoran Pantelić und Kristian Lukić (kuda.org, Novi Sad), Daniel García Andújar (Technologies To The People, Valencia), Babak Afrassiabi und Nasrin Tabatabai (Pages, Rotterdam/Teheran), Lucien Samaha (Arab Image Foundation, New York/Beirut), Ştefan Tiron und Vlad Nancă (2020.ro, Bukarest).

Die Ausstellung strukturiert sich in sieben unterschiedliche "Fallstudien", die insgesamt über 40 künstlerische Positionen umfassen. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht dabei eine kritische Beleuchtung der politischen, sozialen und ökonomischen Implikationen von Architektur, Stadtentwicklung, neuen Technologien und des Kulturbetriebes: bezogen auf besondere Situationen in Rumänien, Serbien, Spanien, dem Libanon und dem Iran.

So setzen sich Dan und Lia Perjovschi zum Beispiel mit dem unter Ceauşescu errichteten "Haus des Volkes" in Bukarest auseinander. Nasrin Tabatabai und Babak Afrassiabi beschäftigen sich mit der iranischen Insel Kish, auf der sich inmitten der perfekten Inszenierung eines Ferienparadieses ein kritisches Dokumentarfilmfestival etablieren konnte. Die konservative Kultur- und Stadtpolitik in Valencia, die unter anderem den futuristischen Themenpark "City of Arts and Sciences" (Calatravas) hervorgebracht hat, steht im Mittelpunkt der „Fallstudie“ von Daniel García Andújar – ebenso wie die Widerstandskulturen, die sich in diesem Kontext etabliert haben.

Um widerständige Praktiken geht es auch in Ştefan Tirons und Vlad Nancăs Dokumentation des rumänischen "Stencil-Archivs". Weitere „Fallstudien“ loten die kulturellen Entwicklungslinien und Übergangssituationen in Ex-Jugoslawien (Zoran Pantelić und Kristian Lukić), Rumänien (Ciprian Mureşan) und im arabischen Raum (Lucien Samaha) aus. Hierbei geht es insbesondere um eine Revision und Neubestimmung kultureller Zusammenhänge, Werte und Diskurse.

Die – formal und inhaltlich – sehr unterschiedlichen „Fallstudien“ der Ausstellung werden von zwei wesentlichen Motiven getragen: Zum einen geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit der zunemenden Monopolisierung öffentlicher Handlungsräume. Zum anderen zeigen sie die vielfältigen künstlerischen Praktiken der Wiederaneignung solcher Handlungsräume innerhalb unterschiedlicher kultureller Kontexte auf.

On Difference #2: Grenzwertig
On Difference #3: Raumpolitiken

auszug.pdf

Auszug aus der Publikation "On Difference #3. Raumpolitiken": Einführung in das gesamte Projekt sowie in die beiden Ausstellungen.

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