Kunst und Gesellschaft

PROGRAMM

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Samstag, 20. Februar 2010

13:00 Uhr
Rundgang durch die Ausstellung
A_Team und Hans D. Christ

21. / 23. / 24. Februar 2010

jeweils ab 17:00 Uhr
AKAS AKADEMIE.  Institut zur Untersuchung transitorischer Zustände
Seminar mit Andreas Mayer-Brennenstuhl

Bitte Voranmeldung unter inforemove-this@remove-thisambweb.de

Die AKAS-AKADEMIE ist ein freies und unabhängiges Forschungs- und Bildungs-Institut, das die Untersuchung und Optimierung transitorischer Zustände verfolgt. Der Name des Instituts (AKAS) leitet sich aus einer wörtlichen Umschreibung des Begriffs Kontingenz ab: "alles könnte anders sein". Mit dem Begriff der Kontingenz ist ein zentrales Phänomen angesprochen, das komplexe, nichtdeterministische Systeme definiert. Ausgehend von der Prämisse, dass lebensweltliche Zusammenhänge in der Regel systemisch konstruiert und instabil sind, untersucht das Institut insbesondere Strukturen und Prozesse, die sich in Übergangsphasen befinden. Anliegen ist es, die dabei beobachtbaren transitorischen Zustände exakt zu qualifizieren und gegebenenfalls zu optimieren.
Aktuelles Forschungsanliegen ist die Untersuchung und Erstellung eines Begriffs-Inventars, das sich als eine Schnittmenge von Diskursen unterschiedlicher Provenienz (wie z.B. Politik- und Gesellschaftswissenschaften, Bildwissenschaften, Systemtheorie etc.) erweisen könnte.

Weitere Informationen zum Seminar

Dienstag, 23. Februar 2010

19:00 Uhr
Gespräch über die Stuttgarter Kulturpolitik
Andreas Mayer-Brennenstuhl, Hans D. Christ und andere

Ein Gespräch an der E-Feuerstelle über die Stuttgarter Kulturpolitik und die Rolle des Kunstvereins im lokalen und internationalen Kunstgeschehen.

Mittwoch, 24. Februar 2010

19:00 Uhr
Kunst als Zukunftslabor
Vortrag von und Gespräch mit Juliane Spitta

Eine bebilderte, poetisch philosophische Provokation
Mit vielen Fragen, faszinierenden Beispielen und ein paar gescheiten Antworten
im Dialog mit dem Publikum.
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20:00 Uhr
Eine Spekulation über Spekulationen – von 1630 bis 2009
Vortrag und Gespräch
Idee: Jeanette Oellers
Gast: Manfred Zippel

Floras Narrenwagen wurde 1640 als "Allegorie des Tulpenwahns" von Hendrik Pot gemalt. Der höchste Preis für eine Tulpenzwiebel betrug damals mehr als das Zwanzigfache des Jahreseinkommens eines Zimmermanns.
Von der ersten, dokumentierten Spekulation, dem Tulpenwahn in Holland (mit dem Crash 1637) bis heute werden folgende Fragen gestellt:
Welche Analogien in Finanzwelt und Wirtschaft können beobachtet werden?
Wie waren und sind die Auswirkungen auf Wissenschaft und Kunst?
Wer spekuliert?
Wer profitiert?
Wer bezahlt am Ende?
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21:00 Uhr
Institut Orange - Forschung für ortsspezifische Bewegungsformen
Vortrag und Gespräch mit Anja Abele

Das Institut Orange wurde 2008 von der Künstlerin Anja Abele gegründet und widmet sich seitdem der Erforschung ortsspezifischer Bewegungsformen im urbanen Raum. Im Vortrag wird die Arbeitsweise des Instituts erläutert und das bisher erstellte Archivmaterial, das zu ortstypischen Bewegungen in verschiedenen urbanen Räumen gesammelt wurde, vorgestellt.

Freitag, 26. Februar 2010

19:00 Uhr
Ringsum ruhet die Stadt
Gespräch mit Thomas Ulm
 
In Form eines Gesprächs soll ausgehend von der Aktion „Ringsum ruhet die Stadt“, die ich 2007 im Buchhaus Wittwer durchgeführt habe, verschiedenen Fragen nachgegangen werden:
Kann sich künstlerische Praxis überhaupt „nahtlos“ (ohne den doppelten Boden des Kunstkontextes) in alltägliche Routine (Abläufe, Handlungen) einfügen?
Können Wert und Bedeutung in kaum reflektierte oder vielleicht sogar völlig unbemerkte alltägliche Situationen transportiert werden?
Wo verläuft im Verhältnis von Kunst und aktueller Gesellschaft die Grenzlinie, die etwas entweder als raffiniert (verfeinert) und mit (künstlerischem) Mehrwert versehen oder als entwertet (jeglichem unmittelbaren, gewöhnlichen Gebrauch entzogen) und kaputt erkennt?
Welchen Bezug zur Frage der kulturellen Bildung ergibt sich dadurch?
Welche Mittel könnten einer solchen künstlerischen Praxis zu Grunde liegen und ihren Anliegen dienen?
Inwiefern lassen sich diese Mittel am besten durch einen Gegensatz zwischen Diskurs und Text (zwischen Diskursivität und Textualität) erfassen und beschreiben?
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20:00 Uhr
…10 kleine künstlerlein…
Performance von Sibylle Burr
Im Rahmen der Gesamtinstallation ,vanitas’…..vom sinn und unsinn des kuenstlerdaseins………………………
 
Kunst und Künstler sind Zeitfenster gesellschaftlicher Reflexion. Diese zu beschränken kann einerseits Qualität fördern, andererseits jedoch Kritik und Selbstkritik verhindern.
Die Frage ist, ob eine Gesellschaft und damit auch die Kunst in deterministischer Weise dem vorherrschenden Beschleunigungswahn und einer Verflachung aller gesellschaftlichen Prozesse ausgeliefert ist. In diesem Zusammenhang erhält der alte „Vanitasbegriff“ eine neue bittere Aktualität.
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21:00 Uhr
GEISTES-GESTÖRT
Wer nichts zu schaffen hat, dem macht ein Nichts zu schaffen

Performance von NANA & FRIENDS

In "GEISTES-GESTÖRT…" werden ausschließlich Zitate, fremde Texte aus unterschiedlichen Epochen zu Themen wie Krise und Untätigkeit, Enttäuschung, Wut und Aufbegehren inszeniert. Diese Darstellungen sind ein Wechselbad zwischen Tragik und Komik, sind ironisch und absurd und durchaus sinnlich. Drei Frauen, und 996 Empfindungen.
Mit: Nana Hülsewig, Stela M. Katic, Evelyn E. Lepetit, Regie: Günter Brombacher

Mittwoch, 3. März 2010

19:00 Uhr
Wir wollen nicht nach Berlin! Und warum wir trotzdem gehen!
Diskursive Projektpräsentation und anschließende, offene Diskussionsrunde mit Baur-Niessner-Lendzinski
Viele Fragen und wenig Antworten zum Exodus der Kulturen, Artenvielfalt im Herzen Europas und gesellschaftliche Relevanz von Subkultur.
Der kognitive Bund Baur-Niessner-Lendzinski präsentiert Projekte, Visionen und Fragen, u. a. Die rosa Brücke, StuttgartPopUp (umschichten.de), Dastop und Die Hermannschlachten.
Sie versuchen, auf unkonventionelle Weise, den neuen Ansprüchen von Stadtplanung, Umnutzung und wahrer Bürgernähe gerecht zu werden, oder eben auch nicht. Ist vielleicht alles gut so, wie es ist?

20:00
Kopfbahnhof 21. Des Volkes Widerstandskunst
 
Gespräch mit Gangolf Stocker
Idee: Gudrun Freder
 
Wer bei den Montagsdemos dabei ist, der ist begeistert über die Fantasie und den Witz, mit dem Plakate gegen Stuttgart 21 gestaltet werden. Gangolf Stocker gibt anhand von Fotos eine Einführung in die Gestaltung des Widerstands.

Freitag, 5. März 2010

19:00 Uhr
Deeper and deeper and deeper.
Weiteres zur „Scheinanlage Brasilien“

Vortragsperformance des Begleitbüros, Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene (SOUP).
Marc-Steffen Bremer unter Mitwirkung von Ulrich Bernhardt, Michael Gompf, Kurt Grunow, Karin Rehm und Harry Walter.
 
SOUP hat es sich zur Aufgabe gemacht, das oberirdische und unterirdische Gesamtgeschehen im Zusammenhang mit den Umbauprozessen des   Grossprojektes Stuttgart 21 fortlaufend zu beobachten, künstlerisch zu reflektieren und nachhaltig zu dokumentieren. In dieser Performance mit kurzen Textelementen wird das Motiv der Attrappe des Stuttgarter Bahnhofes, die während des 2. Weltkrieges in Lauffen am Neckar unter dem Tarnnamen „Brasilien“ aufgebaut war, vertieft und in aktuelle Bezüge gestellt.

Samstag, 6 März 2010

Ab 18:00 Uhr
Abschlussveranstaltung
 
19:00 Uhr
The final curtain – von der Eiszeit in die Gegenwart.
Vortrag und Diskussion mit dem A-Team
 
Das A-Team (Ulrike Buck, Jan Löchte, Oliver Stiegler, Michael P. Hofmann und Serge de Waha), verantwortlich für Gestaltung und Aufbau der Ausstellung "Kunst und Gesellschaft" gibt einen Einblick in seine Idee des informellen, kollektiven und assoziativen Bauens. Ein Arbeitsprozess, bei dem Planung, Gestaltung, Konstruktion und Umsetzung keine zeitlich und personell aufgeteilten Phasen waren, sondern im freien Fluss Hand in Hand gingen.
Aus Sicht des A-Teams ist die Ausstellungsarchitektur ein experimentelles Modell zum Verhältnis von Kunst und Gesellschaft, Politik und Ästhetik.
 
Es wird eine Einführung gegeben in die Geschichte ungewöhnlicher Ausstellungsarchitekturen, die im Gegensatz zum White Cube diskutiert werden können. Wie viel Ausstellungsgestaltung verträgt, beziehungsweise braucht Kunst? Im Hinblick auf die Anforderungen einer Mitgliederausstellung stellt sich auch die Frage: Kann Kunst überhaupt demokratisch organisiert werden? Welche Rolle spielen Ressourcenschutz und Nachhaltigkeitsprinzip in der Kunst?
 
Alle Beteiligten, KünstlerInnen wie AusstellungsbesucherInnen sind herzlich zu einem abschließenden Gespräch eingeladen!

Sonntag, 7. März 2010

15:00 Uhr
Führung
mit Isabelle Busch durch die Ausstellung
 
16:00 Uhr
Soziale Plastik Kunstbahnhof "Gleis1" (Waldenburg) und
das Findart-Konzept "Die Ordnung der Dinge - das  ZwischenLager ZeitRaum"

Diavortrag von Hans A. Graef

Dienstag, 9. März 2010

19:00 Uhr
Radiosendung BÄR ON AIR
Live im Studio zu Gast bei Andreas Bär:
SOUP (Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene)
Das Begleitbüro stellt sich vor.
Freies Radio für Stuttgart
99,2 MHz (Antenne)
102,1 MHz (Kabel)
Livestream: www.freies-radio.de

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