Ausstellungen 2018

MAI – SEPTEMBER 2018

5. Mai 2018 - 23. September 2018
50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968
Eine Ausstellung des Württembergischen Kunstvereins
im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus

Am 4. Mai 1968, einen Tag nachdem Student*innen in Paris die Universität Sorbonne besetzt und den sogenannten Mai 68 ausgerufen hatten, wurde im Württembergischen Kunstverein die Ausstellung 50 Jahre Bauhaus eröffnet: begleitet von Protesten gegen die geplante Schließung der Hochschule für Gestaltung Ulm, die 1953 als Nachfolgerin des Bauhauses angetreten war.
Die von Herbert Bayer gestaltete und von Hans Maria Wingler, Ludwig Grote und dem damaligen Kunstvereins-Direktor Dieter Honisch konzipierte Schau wurde bis 1971 in acht weiteren Museen weltweit gezeigt. Sie gilt bis heute als eine der wichtigsten Nachkriegsausstellungen zum Bauhaus und war von höchster kulturpolitischer Bedeutung für die noch junge Bundesrepublik, ging es doch auch darum, die deutsche Kulturnation auf internationaler Ebene zu rehabilitieren. 50 Jahre nach der Eröffnung von 50 Jahre Bauhaus unternimmt der Württembergische Kunstverein eine kritische Relektüre dieser Ausstellung. Sie setzt an den gesellschaftspolitischen Umbrüchen der 1960er-Jahre an und betrachtet das Bauhaus, seine historischen Kontexte und die Geschichte(n) seiner Rezeption aus heutiger Perspektive. Die Vorstellung vom Bauhaus als ein in sich geschlossenes, homogenes System soll dabei ebenso befragt werden wie jene Erzählungen, die Bauhaus und Moderne ungebrochen als Synonyme für Fortschritt, Freiheit und Demokratie verhandeln. Stattdessen geht es um die Ambivalenzen, die beiden zum Beispiel im Hinblick auf Totalitarismus und Kolonialismus eingeschrieben sind.

Die Ausstellung 50 Jahre nach 50 Jahre Bauhaus 1968, die sich über den Neu- und Altbau des Stuttgarter Kunstgebäudes erstreckt, folgt vier thematischen Strängen mit zahlreichen Exkursen und Nebenpfaden. Sie kreisen um die Rolle des Bauhauses beim Ausstellungs- und Grafikdesign der 1920er- bis -40er-Jahre; um künstlerische Gegenmodelle zur funktionalen Stadt und zur Konsumgesellschaft; um die Beziehungen von Avantgarde und industriell-militärischem Komplex sowie um Ausblicke auf das Konzept multipler Modernen.

SEPTEMBER 2018 – JANUAR 2019

20. Oktober 2018 - 20. Januar 2019
Imogen Stidworthy
Eine Ausstellung des Württembergischen Kunstvereins

Vom 20. Oktober 2017 bis 20. Januar 2019 widmet der Württembergische Kunstverein Stuttgart eine Einzelausstellung der britischen Video- und Filmkünstlerin und documenta12 Teilnehmerin Imogen Stidworthy. 

VERGANGENE AUSSTELLUNGEN 2018

14. Oktober 2017 - 14. Januar 2018
ALEXANDER KLUGE
Gärten der Kooperation
Ein Gemeinschaftsprojekt von La Virreina Centre de la Imatge, Barceloona
und Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Vom 14. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018 zeigt der Württembergische Kunstverein die Ausstellung Alexander Kluge. Gärten der Kooperation. Sie basiert auf der gleichnamigen und umfassenden Einzelausstellung des Schriftstellers, Theoretikers, Film- und Fernsehregisseurs Alexander Kluge, die 2016 im Kunstzentrum La Virreina Centre de la Imatge in Barcelona zu sehen war. In enger Zusammenarbeit mit dem Direktor von La Virreina, Valentín Roma, sowie Alexander Kluge selbst hat der Württembergische Kunstverein eine Neufassung und Erweiterung dieses Projektes entwickelt.
Die beiden zentralen inhaltlichen Bezugspunkte der Ausstellung kreisen um die Metapher des Gartens und die Idee des Gemeinsamen – der Kooperation – in Kluges Werk und Arbeitsweisen; sowie um Formen der Emanzipation, die nicht nur Gegenstand seiner theoretischen und künstlerischen Untersuchungen von Geschichte, Gegenwart und Zukunft sind, sondern an denen er unermüdlich selbst beteiligt ist.
Die Stuttgart Ausstellung wird eine Auswahl früher wie jüngster Kurz- und Langfilme Kluges zeigen, darunter auch speziell angefertigte Kompilationen seiner sogenannten Minutenfilme. Anstelle einer chronologischen oder thematischen Ordnung wird die Ausstellung durch verschiedene Einstiege in Kluges Erzählungen neue und ungewöhnliche Formen der Präsentation erproben. Ferner geht es in Gärten der Kooperation darum, die Transmedialität, das Motiv von Wiederholung, Variation und Verschiebung sowie die Prinzipien der Montage, Konstellation und Gravitation im Werk Kluges hervorzuheben und anzuwenden. 
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