Actually, the Dead Are Not Dead. Politiken des Lebens

Ab 8. Mai 2020 wieder geöffnet
Verlängert bis zum 23. August 2020

Bergen (Belgin Sarilmiser), Lisa Bufano, Antonio Centeno Ortiz / Raúl de la Morena, Anna Dasovic, Eva Egermann, Valérie Favre, Flo6x8, Robert Gabris, María Galindo/Danitza Luna, Sonsherée Giles, Niklas Goldbach, Siri Hermansen, Suntag Noh, PEROU/Sébastien Thiéry, Pedro G. Romero, María Salgado/Fran MM Cabeza de Vaca, Ilhan Sayin, Åsa Sonjasdotter, Sunaura Taylor

Einführung

Die Ausstellung Actually, the Dead Are Not Dead. Politiken des Lebens ist Teil einer Ausstellungsreihe in Württembergischen Kunstverein Stuttgart, die sich als Fortführung der Bergen Assembly 2019 versteht. Künstlerische Leiter*innen dieser jüngsten Ausgabe der norwegischen Triennale waren Hans D. Christ und Iris Dressler, die Direktor*innen des Württembergischen Kunstvereins.

Christ und Dressler hatten für die Bergen Assembly 2019 zehn weitere Kurator*innen  eingeladen, den Begriff der Assembly, der Versammlung, gemeinsam auszuloten. Dabei ging es auch um die Frage nach den Verbündeten innerhalb kollektiver emanzipatorischer Prozesse und inwiefern die Toten bzw. diejenigen, die nicht mehr oder noch nicht leben, relevant für diese Prozesse sind. Dieser Aspekt bildete schließlich den inhaltlichen Kern der Bergen Assembly 2019, deren Titel sich auf ein Zitat des Schriftstellers und Filmemachers Alexander Kluge bezieht: „Es ist nämlich ein Irrtum, dass die Toten tot sind“.

Während sich der zweieinhalbjährige kuratorische Prozess in Bergen im September 2019 in Form einer neunwöchigen Ausstellung zuspitzte, wird diese Formation in Stuttgart wieder aufgefächert. Im Rahmen von drei zeitlich hintereinander folgenden, zugleich in sich geschlossenen und aufeinander bezogenen Ausstellungen werden Denkansätze und Ergebnisse aus Bergen aufgegriffen, weitergeführt und zugleich neu angeordnet.

Im Zentrum des ersten Teils der Stuttgarter Ausstellungsreihe steht das Leben – ein Verständnis von Leben jenseits der vermeintlich binären Oppositionen zwischen Subjekt und Objekt, Mensch und Tier, Gesundheit und Krankheit, Leben und Tod.

Die Ausstellung geht der Frage nach, wie sich unsere Beziehungen zu denen, die nicht mehr oder noch nicht da sind, neu definieren lassen: im Sinne der Verantwortung für das vergangene und kommende Leben. Dies bezieht die Auseinandersetzung mit dem Erbe ungelöster sozialer Konflikte ebenso ein, wie die Sorge um die Zukunft des Planeten und dessen Ressourcen. Es betrifft das Leben funktional diverser Körper ebenso wie den Kampf gegen all jene Ökonomien, die den Tod um des Profits willen in Kauf nehmen.

Diese Kämpfe erfordern andere Attribute als die des Heroischen oder Triumphalen. Sie basieren auf emanzipatorischen Praktiken, für die Verletzlichkeit und Selbstermächtigung, Trauer und Freude, die Toten und die Lebenden zusammengehören.

Shutdown-Programm
Mit der Wiedereröffnung der Ausstellung setzt der Württembergische Kunstverein sein während der Schließung konzipiertes Shutdown-Programm fort, um die Fragen, Themen und Haltungen, die Actually, the Dead Are Not Dead aufwirft, im Kontext der SARS-CoV-2-Pandemie und deren möglichen Auswirkungen sowie historischen Zusammenhängen zu reflektieren. Mit der Pandemie hat sich der Blick auf diese Ausstellung verschoben. Diesen Verschiebungen möchte der Kunstverein nachgehen. Das Shutdown-Programm versteht sich dabei als Klammer zwischen dem eingeschränkt zugänglichen Ausstellungsraum, einem zunächst vor allem auf virtuellen Plattformen stattfindenden Gedankenaustausch sowie den zukünftigen Formen der physischen Zusammenkunft.

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